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Demos in Berlin: Hunderte trotzen eisigen Temperaturen – so starten die Bauern in die Protestwoche!

Die Bauern haben Demos in Berlin und ganz Deutschland gestartet. Am Brandenburger Tor standen sie zu Hunderten. Alle Infos dazu liest du hier!

© Sarah Fernández

Bauernstreik: Videos aus Berlin und Thüringen zeigen das Verkehrs-Chaos

Protestierende Landwirte legen in vielen Teilen Deutschlands am Montagmorgen den Verkehr lahm. Videos zeigen das Ausmaß des Verkehrs-Chaos.

Der groß angekündigte Bauernprotest in ganz Deutschland stellt am Montag (8. Januar) andere Demos in Berlin in den Schatten. An diesem Tag startet die Protestwoche der Bauern. In der Hauptstadt zogen die Landwirte dafür vor das Brandenburger Tor, um dort in direkter Nähe zum Deutschen Bundestag ihrem Ärger kund zu tun. Bereits am Sonntag machten sich dazu hunderte Bauern auf den Weg in die Hauptstadt.

Rund um Berlin gab es dabei auch zahlreiche Autobahnblockaden, die bei so manchem Autofahrer für Frust gesorgt haben dürften. Gleichzeitig findet dieser Protest reichlich Zuspruch in der Bevölkerung.

Demos in Berlin: Ruhiger Start in die Protestwoche

In Berlin herrschen an diesem Montag, den 8. Januar eisige Temperaturen: minus 8 Grad! Kein Grund für die Bauern, nicht zu demonstrieren. Um 8 Uhr stehen bereits hunderte Traktoren, LKWs, Lieferwägen und Autos zwischen dem Brandenburger Tor und dem Großen Stern. Sie stehen in einer Viererreihe mit Blick in Richtung des Berliner Wahrzeichens. Die Fahrzeuge sind größtenteils leer, nur vereinzelt gehen Grüppchen von Männern durch die Reihen.

Die Bauern, Handwerker und Spediteure haben sich für ihren Protest gut vorbereitet. Immer wieder sieht man zwischen den parkenden Fahrzeugen Feuertonnen, um die sich Demonstranten versammelt haben, um sich zu wärmen. Sie haben Tee und Kaffee dabei. Eine Gruppe hat sogar einen Grill mitgebracht und frühstückt Würstchen im Brot.

Demos in Berlin: Großteils Protestierende aus Brandenburg

Auch die Berliner Polizei ist bereits vor Ort und sorgt dafür, dass die notwendigen Rettungswege eingehalten werden. Als ein Lieferwagen eines Handwerkerunternehmens aus Brandenburg falsch parkt, macht ihn der Beamte direkt auf die notwendige Rettungsgasse aufmerksam und der Mann stellt seinen Wagen woanders ab.

Mit der Zeit kehren auch diejenigen, die ihre Traktoren und Fahrzeuge geparkt hatten und in Hotels und anderswo geschlafen haben, zu ihren Fahrzeugen zurück. Denn die meisten der hier anwesenden Protestierenden sind nicht aus Berlin. Der größte Teil stammt aus Brandenburg. Vereinzelt sieht man auch Fahrzeuge mit Kennzeichen aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Hannover oder Sachsen.


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Die Stimmung ist ruhig. Auch als sich die Gegend rund um das Brandenburger Tor immer mehr füllt, ist von Bauernwut und aufgeheizten Gemütern nichts zu spüren. Für 12 Uhr war der Start der Kundgebungen angekündigt. Bis dahin vertaten sich die Anwesenden noch eine Weile die Beine.