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Berlin: Nach Brand in Lichterfelde – Löscharbeiten beendet

In einer Berliner Fabrik ist am Freitag ein Feuer ausgebrochen. Inzwischen konnten auch die aufflammenden Brände gelöscht werden.

Berlin
u00a9 IMAGO/Marius Schwarz

Sicherheit für Berlin: Polizei, Feuerwehr und Co.

Sie sollen in Berlin für Sicherheit sorgen: Polizei, Feuerwehr und Co. Bei der Berliner Polizei sind derzeit über 27.000 Bedienstete beschäftigt. Jeden Tag gehen über den Notruf 110 in der Einsatzleitzentrale 3.700 Anrufe ein. Das sind 1,34 Millionen Anrufe im Jahr.

In der Hauptstadt kommt es immer wieder zu gefährlichen Bränden. Zum Glück gibt es die Berliner Feuerwehr, die mit zahlreichen Mitarbeitern die Sicherheit der Menschen gewährleistet.

Nun haben die Einsatzkräfte alle Hände voll zu tun: Eine Fabrik steht in Flammen – und giftige Gase ziehen über Berlin.

Berlin: Über 200 Feuerwehrmänner in Lichterfelde im Einsatz

Im Berliner Stadtteil Lichterfelde steht eine Fabrikhalle in Flammen – ganze Teile sind bereits eingestürzt. Das Ausmaß des Brandes ist so enorm, dass die Rauchwolken schon aus großer Entfernung zu sehen sind. Die Verantwortlichen der Feuerwehr bitten derweil die Anwohner, Türen und Fenster geschlossen zu halten, da in der besagten Fabrik auch Chemikalien lagern und somit giftige Gase austreten können.

„Seit 10:31 Uhr sind wir bei einem Brand in einem Betrieb in der Straße Am Stichkanal in Lichterfelde im Einsatz. Es kommt zu einer starken Rauchentwicklung. Aktuell sind wir hier mit rund 100 Kräften vor Ort. Die Brandbekämpfung ist eingeleitet. Weitere Infos folgen…“, posteten die Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr am Freitag auf X.


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Die Berliner Feuerwehr gibt ein Update. Die Einsatzkräfte kommen gut voran. Quelle: X Berliner Feuerwehr

Da das Feuer auch um 14 Uhr noch nicht unter Kontrolle gebracht werden konnte, alarmierten die Feuerwehrmänner weiteres Personal. Zwischenzeitlich waren circa 170 Personen im Einsatz und versuchten weiterhin, Herr der Lage zu werden. Dabei sollte das Übergreifen der Flammen auf anliegende Gebäude vermieden werden, da sich in nächster Nähe weitere Hallen mit Chemikalien und Farben befinden.


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Um 18 Uhr kam ein weiteres Update der Verantwortlichen: Der beherzte Einsatz von mittlerweile über 220 Kräften vor Ort zeigt Wirkung. Die Rauchentwicklung ist rückläufig und die umliegenden Gebäude konnten durch die Feuerwehrleute abgesichert werden. Zudem ergab eine Untersuchung, dass Schadstoffe nur in unmittelbarer Nähe zum Brandort nachgewiesen werden konnten. Der Warnbereich wurde dementsprechend verringert.

Wohin zieht die giftige Gaswolke?

Zurzeit zieht der bedenkliche Rauch Richtung Norden über die Hauptstadt. Es wird angenommen, dass die Wolke über die Stadtbezirke Steglitz-Zehlendorf, Charlottenburg-Wilmersdorf, Spandau, Tegel und den Westen Reinickendorfs hinwegzieht. Im Umland Brandenburg soll die Rauchwolke in Richtung Velten, Schönwalde, Falkensee und Gebiete der Döberitzer Heide und südlich Richtung Teltow und Stahnsdorf weiterziehen.

Des Weiteren haben mehrere Schulen im unmittelbaren Gefahrengebiet bekanntgegeben, dass die Kinder momentan nicht ihr Schulgebäude verlassen dürfen. Den Heranwachsenden sei es lediglich gestattet zu gehen, wenn sie mit dem Auto abgeholt werden.

Brandbekämpfung zurückgefahren

Am späten Freitagabend teilte die Feuerwehr mit: „Die #Brandbekämpfung und Löschmittelabgabe wurde teilweise zurückgefahren. Ein wichtiger Einsatzabschnitt dient dem #Umweltschutz und Schutz der anliegenden Gewässer und Sachwerte. Spezialfirmen und -geräte unterstützen. Der Einsatz dauert an…“

Wenig später dann ein weiteres Update. Die Warnmeldungen blieben vorerst bestehen. Unterdessen untersuchte eine sogenannte ATF (Analytische Task Force) Proben aus den kontaminierten Bereichen.

Feuer flammen immer wieder auf

Auch am Samstag ist die Feuerwehr vor Ort. Es werden Nachlöscharbeiten ausgeführt, so ein Sprecher am Samstag. Immer wieder würden Feuer aufflammen. Die Einsatzkräfte müssen Gebäudeteile niederreißen, um besser an die Brandherde heranzukommen. Der Einsatz wird voraussichtlich noch den gesamten Samstag andauern.

Anwohner sollen weiterhin ihre Fenster geschlossen lassen. Es kommt noch immer zu Geruchsbelästigungen.

Wie die Feuerwehr der „BZ“ verriet, betrete man weiterhin das Gebäude nicht. Es besteht Einsturzgefahr. Die Bekämpfung der aufflammenden Feuer erfolgt daher weiterhin von außen.


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Das Feuer entstand am Freitagvormittag (3.5.) in einem Metalltechnik-Betrieb, genauer gesagt in einem Technikraum in der ersten Etage der mehrstöckigen Fabrik. Da sich im Gebäude selbst die gefährlichen Chemikalien befänden, könne der Brand aktuell nur von außen gelöscht werden. Laut dem Sprecher der Feuerwehr gab es indes keine Verletzten zu vermelden. Es bleibt zu hoffen, dass das Feuer nun schnellstmöglich bekämpft werden kann.

Die Berliner Feuerwehr gab am Samstag (4.5) Entwarnung für die Umgebung. Es bestehe keine Gefahr mehr durch gefährliche Brandgase. Die Menschen können ihre Fenster wieder öffnen. Auch die Warnung in der Nina-Warnapp wurde mittlerweile zurückgenommen.

Alle aufflammenden Feuer konnten inzwischen gelöscht werden. Vor Ort gehen die Arbeiten aber weiter. So wird die zerstörte Halle abgerissen und weiterhin ermittelt, wie es zu dem Brand kommen konnte.

Ebenfalls wurde bekannt, dass während der Löscharbeiten Löschwasser in eine Kleingartenkolonie geflossen ist. Diese ist daher aktuell gesperrt.