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Berlin: Gepanschte Drogen im Umlauf! Jetzt platzt die Bombe

Viele Drogen in Berlin sind gepanscht. Für einige dürften das keine Neuigkeiten sein. Trotzdem alarmieren neue Erkenntnisse.

Berlin
© imago/Bernd Friedel

Berlin: Das ist Deutschlands Hauptstadt

Berlin ist nicht nur Deutschlands Hauptstadt, sondern auch die größte Stadt der Bundesrepublik. Im Jahr 2022 wohnten 3,75 Millionen Menschen hier. Die Tendenz ist steigend. Zudem kamen im gleichen Jahr rund 10 Millionen Gäste für insgesamt 26,5 Millionen Übernachtungen in die Hauptstadt.

Um gepanschten Drogen in Berlin den Kampf anzusagen und Konsumenten besser zu schützen, rief die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege ein Projekt zum Drugchecking ins Leben. Seit Sommer 2023 kann im Rahmen dessen jeder Substanzen einreichen und checken lassen.

Und dass das durchaus Sinn macht, zeigen jetzt schockierende Ergebnisse einer mehrwöchigen Evaluierungsphase.

Berlin: So vielen Drogen waren andere Substanzen beigemischt

Heraus kam, dass nur 44,8 Prozent der Proben den angegebenen Wirkstoff enthielten. Etwas mehr, 53,7 Prozent, waren andere Substanzen beigesetzt, darunter auch potenziell gefährliche, wie die Berliner Senatsverwaltung in einer Mitteilung erklärt. Keine guten Nachrichten!

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Doch die von der Charité Universitätsmedizin und des Instituts für Suchtforschung in Frankfurt am Main durchgeführte Evaluierung zeigte auch Erfreulicheres: „Die analysegestützte Beratung hätte signifikante Auswirkungen auf das Konsumverhalten der Befragten gehabt: Personen, deren Proben unerwartete Stoffe enthielten, verzichteten etwa fünfmal häufiger auf den Konsum. Bei Substanzen mit einer höher als erwarteten Wirkstoffkonzentration wurde die Dosis oft reduziert.“ Außerdem zeigte sich: Das Angebot kommt gut an. 99,4 Prozent der Teilnehmer gaben an, es als nützlich wahrgenommen zu haben und es wieder in Anspruch nehmen zu wollen.

Nicht jeder konnte Drugchecking nutzen

Insgesamt reichten Personen in Berlin seit Projektbeginn über 2.700 Drogen-Proben an einer der drei Beratungsstellen (Fixpunkt gGmbH, Lahnstraße 84; vista gGmbH, Muskauer Straße 24 und Schwulenberatung gGmbH, Niebuhrstraße 59/60) ein. Doch längst nicht jeder, der wollte, konnte. „2023 konnten 566 Personen und 2024 866 Personen das Angebot aufgrund mangelnder Kapazitäten nicht in Anspruch nehmen“, heißt es in der Mitteilung. Man gehe davon aus, dass der tatsächliche Bedarf deutlich höher ist.


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Ob aus dieser Erkenntnis auch Konsequenzen folgen und die Kapazitäten für das Drugchecking in Berlin hochgefahren werden, das bleibt abzuwarten. Sinnvoll wäre es allemal.