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Berlin: Immer mehr Angriffe auf Amts-Mitarbeiter – DAS sind die schlimmsten Bezirke

In der Hauptstadt Berlin kommt es zu immer mehr Angriffen auf Amts-Mitarbeiter. Einige Bezirke stechen dabei besonders hervor.

© IMAGO/MAXPPP

Faeser: "Null Toleranz für antisemitische und israelfeindliche Hetze"

Bundesinnenministerin Nancy Faeser hat antisemitische Vorfälle in Deutschland hart verurteilt. "Es gibt null Toleranz für antisemitische und israelfeindliche Hetze, null Toleranz für Gewalt", sagte Faeser in Berlin. Antisemitische Zwischenfälle beschrieb sie als "unerträglich".

Viele Menschen haben das Gefühl, dass unsere Gesellschaft mehr und mehr verroht. So sind Gewaltdelikte gerade in der Hauptstadt Berlin an der Tagesordnung. Doch anders, als manche annehmen, kommt es zu solchen Attacken nicht nur im privaten Umfeld.

Gerade Angriffe auf Amts-Mitarbeiter nehmen immer weiter zu. Eine Statistik klärt nun auf, welche Bezirke am stärksten betroffen sind.

Berlin: Das sind die Brutalo-Bezirke

Es sind Zahlen, die zum Nachdenken anregen: Im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg kam es im vergangenen Jahr zu insgesamt 247 Angriffen auf Amts-Mitarbeiter. Im Jahr 2022 lag die Zahl mit 73 Fällen noch auf einem deutlich geringeren Niveau. Doch das ist noch nicht alles – die Bezirksamtssprecherin geht nämlich davon aus, dass bis dato nicht mal alle Attacken für 2023 gemeldet wurden. Eine unfassbare Entwicklung.


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Wer nun gedacht hat, dass dies ein Einzelfall ist, der irrt. Auf Platz zwei rangiert das Gebiet Berlin-Mitte, das mit 166 Angriffen ebenfalls auf eine hohe Zahl kommt. Auch hier war der Wert vor zwei Jahren mit 53 Vorfällen signifikant geringer. Danach kommt der Bezirk Reinickendorf, der für 2023 ebenfalls eine Steigerung aufweist. Doch was ist der Grund für die steigende Gewaltbereitschaft?

Wo liegt die Ursache?

Eine wirkliche Antwort gibt es nicht. „Angriffe können prinzipiell in allen Geschäftsbereichen stattfinden“, erklärt das Bezirksamt Mitte auf Anfrage der Berliner Morgenpost. In ihrem Fall waren 2023 vor allem drei Bereiche betroffen: 87 Angriffe ereigneten sich auf das Ordnungsamt, 44 auf das Sozialamt sowie 21 auf das Jugendamt. Gehaltvolle Beweggründe lassen sich hierdurch natürlich nicht ableiten.

Bei den Angelegenheiten dreht es sich um die verschiedensten Delikte. Es kann sich also „um Beleidigungen, Bedrohungen und körperliche An- oder Übergriffe handeln“, spezifiziert der Sprecher des Bezirksamts Mitte. Sonderbar ist, dass diese Vorfälle aber nur verhältnismäßig selten zur Anzeige gebracht werden. So wurden beispielsweise bei den 166 Fällen in Berlin-Mitte lediglich 28 angezeigt.


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Die abschließende Frage ist nun, wie sich die Bezirksämter am besten gegen Angriffe schützen können. Eine Möglichkeit besteht darin, Sicherheitspersonal zu engagieren. Andere Anhaltspunkte sind Barrieren wie Plexiglasscheiben oder Alarmknöpfe für die Arbeiter. Es bleibt zu hoffen, dass solche Ideen die Anzahl der Übergriffe nachhaltig reduzieren können.