Die Lage war unübersichtlich am Freitagabend (21. Februar). Nachdem in Berlin-Mitte, direkt am Holocaust-Mahnmal ein Mann mit einem Messer in den Hals gestochen wurde, gab es einen Großeinsatz der Polizei.
Knapp drei Stunden nach dem Angriff stellte sich der Täter der Polizei. Ohne die Tatwaffe, dafür aber mit blutigen Händen lief er auf die Beamten zu. Der junge Mann wurde festgenommen. Wir berichteten. Von der Gewerkschaft der Polizei (GdP) gibt es viel Lob für den Einsatz. Und eine klare Forderung.
Berlin: GdP-Chef lobt Einsatz
Berlins GdP-Chef Stephan Weh lobte den Einsatz der Berliner Beamten am Freitagabend. „Die Polizei Berlin hat gestern mit Bravour gezeigt, wie hervorragend sie in solchen Lagen arbeitet“, erklärte er. „Von den eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen über die Festnahme des mutmaßlichen Täters bis zur Pressearbeit war das erstklassig.“
Dem Verletzten, einem 30 Jahre alten Spanier wünschte er alles Gute. Mit Blick auf den Verdächtigen, einen 19 Jahre alten Syrer, der offenbar aus einem antisemitischen Motiv heraus gehandelt hatte, stellte Berlins GdP-Chef hingegen Forderungen. Wie bereits in der Vergangenheit forderte Weh „eine länder- und behördenübergreifende Datenbank, bei denen Gewalttaten, psychische Erkrankungen und Asylstatus zusammenfließen“.
GdP-Chef: „Bruchteil der Geflüchteten“
Für ihn sei klar, dass es nur „Für ihn sei klar, dass es nur „ein Bruchteil der Geflüchteten“ sei, die „für unser Zusammenleben eine Gefahr darstellen“. Jedoch brauche die Polizei die Chance erhalten, diejenigen herauszufiltern, die es doch tun. Bei diesen forderte er eine priorisierte Abschiebung.
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Der Täter vom Holocaust-Mahnmal in Berlin war nach Angaben der Berliner Polizei 2023 aus Syrien nach Deutschland gekommen. Sein Antrag auf Asyl wurde angenommen. Er lebt in Leipzig. In Berlin wurde er bislang nicht straffällig. Nach seiner Festnahme zeigte er sich kooperativ und machte einen klaren Eindruck. Teil der Ermittlungen wird auch sein, ob der junge Mann unter einer psychischen Erkrankung litt.