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Legales oder illegales LSD: Berliner zieht Vergleich – „Gut, dass es das gibt!“

Was ist der Unterschied zwischen legalem und illegalem LSD? BERLIN LIVE hat mit einem Berliner gesprochen, der beide Substanzen probiert hat.

Ein Berlin erzählt im Gespräch mit BERLIN LIVE von seinen Erfahrungen mit legalem und illegalem LSD.
© imago/epd

Brennpunkt für Drogen und Delikte: das ist der Görlitzer Park in Berlin

Der Görlitzer Park ist eine beliebte Grünanlage im Berliner Stadtteil Kreuzberg. Neben Liegewiesen bietet der Park auch zahlreiche Sport- und Spielplätze. Der Görlitzer Park sorgt aber auch immer wieder für Negativschlagzeilen. Die Grünanlage gilt seit Jahren als Brennpunkt von Drogenkriminalität, Diebstahl, Bedrohungen und weiteren Delikten.

Julius R. (Name von der Redaktion geändert) ist 31 Jahre alt, lebt in Berlin und steht mit beiden Beinen fest im Leben. Er hat zwei Jobs, Freunde und Familie und einige Wünsche für seine Zukunft. Er selbst würde sich als ganz normal beschreiben.

Was hingegen einige nicht als normal beschreiben würden: Julius R. konsumiert gerne und nicht selten Drogen und hat schon so einiges ausprobiert – legales und illegales. Darüber hat er mit BERLIN LIVE gesprochen.

Berliner erzählt von seinen Erfahrungen

„Grundsätzlich ist meine Motivation Drogen zu nehmen – besonders psychedelische Drogen zu nehmen – ‚sich einen schönen Nachmittag zu machen‘, ein Gefühl zu haben, dass man sonst nicht hat.“ Legale Drogen wie Alkohol und Nikotin sei wie bei den meisten Menschen in Deutschland für ihn irgendwann einmal zum Thema geworden.

Irgendwann einmal kamen dann auch die ersten Versuche mit illegalen Substanzen dazu. Er hat die meisten illegalen Drogen wie Kokain, Ketamin, Ecstasy und einiges anderes schon probiert.

Legales versus illegales LSD – der Vergleich

Aber auch die neueren legalen Drogen wie HHC und LSD-Derivate haben ihn interessiert. Bei diesen Stoffen handelt es sich um chemische Verbindungen, die den verbotenen Drogen ähneln, aber eben nicht explizit verboten sind. „Es war einfach das Ding mal auszuprobieren, was ich noch nicht ausprobiert hatte“, so der junge Mann aus Berlin.

So wollte er zum Beispiel das legale mit illegalem LSD vergleichen. Letzteres hatte er bereits probiert. „Für das legale LSD bin ich auf eine Internetseite gegangen, die mir ein Freund gesagt hat. Das war ein Online-Shop – man bestellt und ein paar Tage später hat man ein Briefkuvert im Briefkasten mit LSD-Plättchen.“ Beim illegalen: „Da kaufe ich das einfach bei meinem Drogendealer, bei dem ich sonst auch alles kauf.“

Legales versus illegales LSD – das Ergebnis

„Ich fand das legale LSD extrem körperlastig. Also das war viel weniger so ein klassisches LSD-High-Gefühl, sondern ein sehr körperliches Dichtheitsgefühl. Die Körpersensitivität war erhöht. Ich war energiegeladen, aber gleichzeitig reaktionsverzögert – extrem aufmerksam und sensibel auf meine Umgebung.

Bei LSD ist das für mich immer mehr kopflastig. Da habe ich mehr diese klassischen „Visuals“ (zu Deutsch: Halluzinationen) und viel mehr das Gefühlt hat, dass das Hirn leistungsfähiger ist. Dass man auf eine Art denkt, wie man sonst nicht denkt und Sachen wahrnimmt, wie man sie sonst nicht wahrnimmt.“


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Sein Fazit: „Ich weiß nicht, ob ich mir nochmal den Aufwand machen würde, mir legales LSD zu besorgen. Beim Drogendealer ist es: einmal hin, alles drin.“ Dass es die Möglichkeit gibt, legale Drogen zu konsumieren, findet er gut.

„In meinem Umfeld ist es nicht so, dass Leute dieses legale LSD probiert haben, weil sie sonst zurückschrecken davor, dass es illegal ist. Wenn das aber so ist, und einer von zehn Personen sagt: Okay, ich probiere das mal, denn das ist legal. Dann finde ich das gut, dass es das gibt.“


Disclaimer: LSD ist eine Droge, die wie alle anderen Drogen abhängig und gesundheitsschädlich sein kann. Die Berliner Drogenhilfe Fixpunkt e.V. schreibt, dass die Risiken vor allem im psychischen Bereich liegen. Realitätsverlust, Orientierungslosigkeit, Panik, Paranoia bis hin zu psychischen Erkrankungen wie Schizophrenie können die Folgen sein. Wenn du für dich oder eine Person in deinem Umfeld Hilfe benötigst, wirst du unter anderem bei der Notfall-Hotline der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung fündig: 01806 313031 (kostenpflichtig: 0,20 € pro Anruf aus dem Festnetz und aus dem Mobilfunknetz.