Visa Vie aka Lottie startete pünktlich zu Halloween mit einem neuen Projekt: Ihrem eigenen Podcast „Plot House“. Ihre Gäste empfängt die Moderatorin allerdings nicht persönlich, sondern strikt auf digitalem Wege.
Und das hat auch einen bestimmten Grund. Die gebürtige Berlinerin ist an Corona erkrankt und leidet seitdem an den Symptomen: Long Covid. Mit BERLIN LIVE sprach Lottie über ihren Alltag seit der Erkrankung und wie ernst es tatsächlich um ihre Gesundheit steht.
Berliner Moderatorin ist im Alltag eingeschränkt
Auch wenn der eigentliche Infekt schon Monate zurückliegt, fühlt sich die Podcasterin nicht wieder ganz fit – im Gegenteil: „Ich habe weiterhin eine Belastungsintoleranz, also mein Energie-Stoffwechsel ist gestört.“ Wie genau sich das äußert? „Ich habe Herz-Kreislauf-Probleme, immer wieder leichte Symptome eines Herzinfarkts und mir sterben Herzmuskelzellen ab, ich muss viele Medikamente nehmen, um Stoffwechsel, Blutdruck und Puls zu regulieren und verbringe den Großteil meiner Zeit zu Hause“, verriet Lottie.
Trotzdem zeigte sich die 37-Jährige im Interview zuversichtlich: „Es geht mir also gesundheitlich eher mittelmäßig, aber wesentlich besser als noch vor ein, zwei oder drei Jahren, zu Beginn meiner Erkrankung.“ Dass in unserer Gesellschaft jedoch immer noch häufig viel zu leichtsinnig mit einer Corona-Erkrankung umgegangen wird, könne die Podcast-Bekanntheit nicht nachvollziehen.
Berliner Podcasterin wünscht sich mehr Rücksicht
„Ich glaube, jeder Mensch, der mal einen Tag Symptome einer ernsthaften Long Covid Erkrankung zu spüren bekommen würde, mit der Aussicht, dass das 24/7 Dauerzustand bleibt, würde sich noch mal überlegen, ob es wirklich so clever ist, dieses Virus mittlerweile so zu behandeln, als wäre es eine kleine Erkältung“, stellte Lottie klar. So seien die Folgeschäden noch lange nicht erforscht.
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„Dementsprechend sollten ein paar kleine freiwillige Maßnahmen wie Lüften, Hände desinfizieren, Zuhause bleiben bei Infekten oder Masken tragen in Innenräumen, zum Selbst- und Fremdschutz weiterhin eigentlich im Interesse aller sein, sind es aber leider nicht und das ist mehr als traurig und für viele Menschen, vor allem chronisch Erkrankte, gleichbedeutend mit einem permanenten, sehr gefährlichen Spießrutenlauf“, erläuterte die Moderatorin abschließend.