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Berlin sucht verurteilten Vergewaltiger: Flucht auf Freigang!

Erst Mitte Juni konnte ein zweifacher Mörder der Berliner Justiz entkommen. Und jetzt hat es auch noch ein Vergewaltiger geschafft!

Berlin
© IMAGO/mix1

Was ist Catcalling?

“Na Süße, heute schon was vor?” - fast jede Frau hat Sätze dieser Art schon mal gehört. Catcalls sind übergriffige, sexuell aufgeladene Kommentare, die – in der Regel – Frauen von Männern hinterher gerufen bekommen.

Mitte Juni versetzte eine Schreckensnachricht Berlin in einen Schockzustand. Ein Mann, der zwei Menschen ermordet hat und schon seit Mitte der 1990er-Jahre einsitzt, ist nach einem Freigang nicht mehr in die JVA Tegel zurückgekehrt.

Er war zwei Tage auf der Flucht bevor ein Tipp aus der Bevölkerung half, den Flüchtigen in Brandenburg zu fassen. Doch schon am Samstag (29. Juni) die neue Horror-Nachricht: Ein Vergewaltiger konnte aus der Sicherheitsverwahrung fliehen!

Berlin: Verurteilter Straftäter konnte fliehen

Wie die Berliner Justiz-Senatsverwaltung mitteilt, ist der 57-jährige, verurteilter Vergewaltiger, Andreas K. seit Samstagnachmittag (29. Juni) gegen 17 Uhr auf der Flucht! Der Mann wurde 2010 wegen Körperverletzung und Vergewaltigung zu fünf Jahren Haft verurteilt. Die Strafe hat er bis 2015 abgesessen, doch seitdem ist er noch in Sicherheitsverwahrung in der JVA Tegel untergebracht.


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Im Rahmen dessen sei es ihm bereits regelmäßig erlaubt gewesen, die JVA zu verlassen. „Die insgesamt 42 Ausführungen liefen alle unbeanstandet ab“, so die Senatsverwaltung weiter.

Fahndung der Polizei läuft

Als er am Samstag, begleitet von zwei Justizbeamten seine Mutter in Berlin-Neukölln besuchte, geschah es! Der Mann konnte den Beamten entkommen.

Aktuell wird nach dem Mann gefahndet so die Polizei. Hierzu veröffentlichte sie Bilder und eine Personenbeschreibung von Andreas K. Er ist:

  • etwa 173 cm groß
  • korpulente Gestalt
  • trägt einen Vokuhila
  • überwiegend Brillenträger
  • auffällige Tätowierung in Form eines Drachens an der Außenseite des linken Oberarms
  • Bekleidung zum Zeitpunkt der Flucht: schwarze Lederjacke, blaue Hose, schwarze Schuhe
Berlin
Andreas K. ist seit Samstag (29. Juni) auf der Flucht. Credit: Polizei Berlin

Die Polizei fragt:

  • Wer hat Andreas K. seit seiner Flucht am 29. Juni 2024 gesehen oder weiß, wo er sich seitdem bzw. aktuell aufhält?
  • Wer kann Angaben zu Kontaktpersonen von Andreas K. machen?
  • Wer kann Angaben zu Orten machen, an denen der Gesuchte verkehrt oder verkehrt hat?

Hinweise nimmt die Polizei Berlin unter der Telefonnummer 030/4664 – 966 330, per E-Mail an Fahndung@Polizei.Berlin.de , über die Internetwache oder auch jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Wer Andreas K. sieht, sollte sich dem Flüchtigen nicht nähern, sondern sofort den Notruf wählen.


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Anders als die Haft ist die Sicherungsverwahrung keine Strafe. Sie dient dazu, die Allgemeinheit vor den Tätern zu schützen, die ihre Strafe bereits verbüßt haben, aber weiter als gefährlich gelten. Es gilt daher höchste Vorsicht! (mit dpa)