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Berlin: Mohammed häufigster Baby-Name – das sind die Gründe

Seit Jahren weist die Gesellschaft für deutsche Sprache für Berlin die häufigsten Vornamen aus. In den letzten Jahren lag Mohammed meist ganz vorne.

Berlin
© IMAGO/Steinach

Berlin: Das ist Deutschlands Hauptstadt

Berlin ist nicht nur Deutschlands Hauptstadt, sondern auch die größte Stadt der Bundesrepublik. Im Jahr 2022 wohnten 3,75 Millionen Menschen hier. Die Tendenz ist steigend. Zudem kamen im gleichen Jahr rund 10 Millionen Gäste für insgesamt 26,5 Millionen Übernachtungen in die Hauptstadt.

Diese Nachricht gab es in den letzten Jahren ziemlich häufig: Der häufigste im Jahr 2023 in Berlin vergebene Kindername ist laut der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) der Name Mohammed, so wie bis auf eine Ausnahme immer seit dem Jahr 2018.

Doch wieso landet dieser Name seit Jahren fast immer vorne? Es gibt eine ganze Reihe guter Gründe dafür.

Berlin: Mohammed häufigster Vorname

Zunächst einmal ist die Kindernamen-Liste der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) längst nicht die einzige. Auch Namensforscher Knud Bielefeld schaut sich seit Jahren die Vornamen der Neugeborenen in Berlin ganz genau an. In seiner Statistik hatte es der Name Matteo im Jahr 2023 in Berlin nach ganz vorne geschafft. Mohammed landete nur auf Platz drei.

Bei der GfdS liegt aber nun Mohammed vorne, Matteo folgt erst auf Platz sieben. Wie diese Unterschiede zustande kommen, ist nicht ganz klar. Frauke Rüdebusch von der GfdS erklärte allerdings gegenüber dem Portal „t-online“, warum der Mohammed in Berlin, aber auch in Hamburg und Bremen ganz vorne liege.

Zehn Schreibweisen, hoher Stellenwert

So würden bei der Zählung der GfdS alle Schreibweisen eines Namens zusammengenommen. Bei Mohammed gäbe es insgesamt zehn Schreibweisen. Zudem sei es der mit Abstand häufigste arabische Name. Schließlich habe Mohammed als Prophet einer enormen Stellenwert im Islam.

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Andere Namen aus dem arabischen Raum tauchen in der Liste erst deutlich später auf. Außerdem sei der Namensschatz im Islam generell nicht sonderlich divers, erklärte Rüdebusch dem Portal.


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Laut der GfdS folgen in Berlin übrigens die Namen Noah und Adam auf den Plätzen zwei und drei. Die Mädchen in Berlin wurden im Jahr 2023 vor allem Sophia (Platz 1) oder Emilia (Platz 2) genannt. Den dritten Platz teilen sich Charlotte und Mila.