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Berlin: Schwere Vorwürfe gegen Senatorin – Bericht liefert erste Belege

Erst seit Frühjahr 2023 ist Manja Schreiner als Verkehrssenatorin in Berlin im Amt – jetzt rückte die Politikerin besonders in den Fokus…

Berlin
© IMAGO/dts Nachrichtenagentur

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Egal ob mit U-Bahn, Bus oder Tram – die Berliner Verkehrsbetriebe bringen jährlich über 700 Millionen Fahrgäste an ihr Ziel.Dafür muss man ganz schön gut vernetzt sein.

Seit April 2023 ist Manja Schreiner in ihrem Amt als Verkehrssenatorin in Berlin. Seitdem musste die Politikerin bereits einiges an Gegenwind aushalten – unter anderem für ihre Entscheidung, mehrere geplante Radweg-Projekte erst mal auf Eis zu legen.

Während einige Bauvorhaben auf den Straßen der Metropole also vorerst ruhen, machten sich mehrere Personen an Schreiners Vergangenheit zu schaffen. Mit vermeintlich überraschenden Entdeckungen: Der Senatorin wird vorgeworfen, mehrere Plagiate in ihrer Doktorarbeit aus dem Jahr 2007 eingebaut zu haben…

Berliner Senatorin rückt in den Fokus

Die schweren Vorwürfe können seit ihrem Aufkommen natürlich nicht einfach im Raum stehen bleiben. Wie eine Sprecherin von Schreiner am Sonntag (6. August) gegenüber dem „RBB“ bestätigte, wolle die Verkehrssenatorin ihre Arbeit prüfen lassen. Dafür möchte Schreiner das Dokument in den kommenden Tagen an die Universität Rostock schicken. Ob dort der Bitte der Politikerin nachgegangen wird, ist jedoch fraglich.

Doch woher kommen überhaupt die plötzlichen Vorwürfe? Von Frankfurts Rechtswissenschaftler Roland Schimmel. Der Professor erläuterte in einem Gastbeitrag in der „Bild am Sonntag“, dass es in Schreiners Arbeit zahlreiche Zitate gebe, die nicht markiert wurden.

Berlin: Schreiners Arbeit wird bereits untersucht

Unter Experten spricht man in diesem Fall von sogenannten „Bauernopfer“ – unsauber markierte Textübernahmen aus anderen Arbeiten. Zwar sei eine Quelle angegeben worden, aus dieser gehe aber nicht hervor, wann die Passage endet und der eigene Text beginnt. Auf dem Portal „VroniPlag Wiki“ wurde Schreiners Arbeit bereits von Ehrenamtlichen analysiert.


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Am Montag (5. September) folgte ein erstes Update. „Auf 118 von 169 untersuchten Seiten seien Fundstellen von Plagiaten dokumentiert worden“, teilte das Portal mit. Dies entspreche einem Anteil von 69,8 Prozent aller Seiten. „Ausgehend von diesen Feststellungen lasse sich konservativ schätzen, dass rund 19 Prozent des Textes im Hauptteil der Arbeit Plagiate seien“, berichtete die „Frankfurter Allgemeine“ als erstes.

Die endgültige und vor allem offizielle Bestätigung der Universität stehe an dieser Stelle jedoch noch aus. Schreiner scheint die Anschuldigungen aber durchaus ernst zu nehmen. „Die Senatorin wird den Titel bis zur Klärung der Vorwürfe nicht mehr führen“, betonte ihre Sprecherin bereits Anfang August.