Die Vorwürfe gegen Grünen-Politiker Stefan Gelbhaar erschütterten den Wahlkampf vor der Bundestagswahl in Berlin. Mehrere Partei-Kolleginnen warfen dem 48-Jährigen sexuelle Belästigung vor. Sie schadeten dem Politiker damit unwiderruflich – und das offenbar gewollt. Es handelte sich wohl um eine Intrige. Gelbhaar wies alle Anschuldigungen zurück.
Jetzt verlangt er Entschädigungen und zwar keine geringen! Es geht um über eine Million Euro. Wird es zum Prozess kommen?
Bundestagswahl in Berlin: Gelbhaar fordert über eine Million Euro
Vermutlich hätte er es wieder in den Bundestag geschafft, da ist sich Stefan Gelbhaar sicher. Entweder als Direktkandidat oder über die Landesliste seiner Partei. Doch wegen der Vorwürfe gegen ihn wurde daraus nichts.
Gelbhaar zog seinen Listenplatz zurück und verzichtete damit auch auf jede Menge Geld, das ihm als Abgeordneter zugestanden hätte. Konkret geht es um monatlich 11.227,20 Euro. Eine Summe, die sich der Politiker aber nicht kampflos entgehen lässt.
Auch vom RBB verlangt er eine stolze Summe
Wie der „Business Insider“ berichtet, soll er den fünfstelligen Betrag für die nächsten vier Jahre fordern, was eine Summe von über eine Million Euro ergeben würde. Und das ist nicht das einzige Geld, was der Politiker verlangt.
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Hinzu kommt, dass Gelbhaar Schadenersatz vom RBB will, der als erstes über die Vorwürfe gegen Stefan Gelbhaar berichtet hatte. In einem Schreiben an den Sender ist die Rede von 500.000 Euro.
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Dass der Politiker diese ohne Widerworte bekommt, dürfte als ausgeschlossen gelten. Möglich also, dass es in diesem Zusammenhang bald zu gleich zwei Prozessen kommen könnte. Einmal zu den Bundestags-Diäten und einmal zum Schadensersatz. Der RBB wird diesen übrigens höchstwahrscheinlich zurückweisen, wie eine Stellungnahme bereits jetzt vermuten lässt.