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Letzte Generation spricht Klartext zum Bauern-Protest – DAS halten die Aktivisten von den Aktionen der Landwirte

Nicht nur die Letzte Generation kann Straßenblockaden. Auch die Bauern greifen zu dieser Protestform. Hier erfährst du, was sie davon wirklich halten.

© IMAGO / dts Nachrichtenagentur, IMAGO / Seeliger

Bauernstreik: Videos aus Berlin und Thüringen zeigen das Verkehrs-Chaos

Protestierende Landwirte legen in vielen Teilen Deutschlands am Montagmorgen den Verkehr lahm. Videos zeigen das Ausmaß des Verkehrs-Chaos.

Es ist wohl das Thema der Woche: Die Bauern-Proteste. Ganz Deutschland spricht über die Aktionen der Landwirte. Ein Großteil der Bevölkerung zeigt Verständnis für die Autobahnblockaden und Co. der Bauern.

Aber was sagt eigentlich die Letzte Generation, selbst bekannt durch Straßenblockaden, zu dem Bauern-Protest? BERLIN LIVE fragte nach.

So steht die Letzte Generation zum Bauern-Protest

In ganz Deutschland kommt es aktuell zu zahlreichen Aktionen von Landwirten. Dazu aufgerufen hatte der Bauernverband. Die Autobahnblockaden und Traktor-Kolonnen richten sich gegen die Pläne der Bundesregierung, Steuervergünstigungen für Agrarunternehmen zu streichen.

Die Letzte Generation zeigt gegenüber dieser Redaktion Verständnis für die Bauern-Proteste. Josephine Schwenke von der Landwirtschaftsvernetzung der Letzten Generation erklärt: „Wir verstehen den Frust der Landwirt:innen darüber, dass nun in der Haushaltskrise gerade beim Landwirtschaftssektor mit dem Sparen begonnen werden soll und können ihren Protest mit Traktoren auf der Straße nachvollziehen.“ Die Bauern leisteten eine wichtige Aufgabe, für die sie zu wenig Anerkennung bekommen.

DAS bereitet der Letzten Generation Sorgen

Auch zu Zwischenfällen und der Teilnahme von rechten Gruppen an den Aktionen der Landwirte äußert sich die Letzte Generation. „Gewaltandrohungen und -ausübung, wie das Auflauern und Bedrohen von Politiker:innen, das Aufknüpfen von Parteisymbolen an Galgen, sowie rassistische Reden und Parolen verurteilen wir. Es macht uns Sorgen, dass rechte Gruppierungen versuchen, den landwirtschaftlichen Protest zu vereinnahmen“, sagt Schwenke.

Außerdem betont sie die Effektivität von „Straßenblockaden und Demonstrationen mit massiven Verkehrsbeeinträchtigungen“. Dadurch könne man sich „ungemein schnell und effektiv Gehör bei der Bundesregierung verschaffen“. Die Politik habe die Landwirte trotzdem „respektvoll behandelt, anstatt sie als Terroristen, Verbrecher und Chaoten zu beschimpfen“. Das Mitglied der Letzten Generation schlussfolgert, dass es der Bundesregierung doch möglich sei, konstruktiv mit Protesten aus der Bevölkerung umzugehen.


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Zu der Frage, ob die Klimaaktivisten sich bei ihren künftigen Protesten an den Aktionen der Bauern orientieren, wollte Schwenke nicht viel sagen. Nur so viel: „Ob wir unseren Protest an dem der Landwirt:innen jetzt anpassen, ist eine Möglichkeit, Sie können auf jeden Fall gespannt auf kommende Straßenblockaden sein.“