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Neukölln: Polizei verhaftet Mann nach Kugelbomben-Explosion

Die Berliner Polizei hat einen Mann verhaftet, der im Februar eine Kugelbombe in Neukölln gezündet haben soll. Das Tatmotiv ist erschreckend:

Neukölln
© Pudwell

Sicherheit für Berlin: Polizei, Feuerwehr und Co.

Sie sollen in Berlin für Sicherheit sorgen: Polizei, Feuerwehr und Co. Bei der Berliner Polizei sind derzeit über 27.000 Bedienstete beschäftigt. Jeden Tag gehen über den Notruf 110 in der Einsatzleitzentrale 3.700 Anrufe ein. Das sind 1,34 Millionen Anrufe im Jahr.

Sie waren das Reizwort nach der vergangenen Silvesternacht: Kugelbomben. Die gefährlichen Sprengkörper, die in den Händen von Feuerwerksprofis schöne Farben an den Himmel zaubern. Ihre meterlangen Zündschnüre brennen jedoch innerhalb von Sekunden ab. Eine Gefahr, die in Schöneberg, Tegel und Neukölln für bedrohliche Momente sorgt.

In Schöneberg waren an Neujahr wegen einer Kugelbomben-Explosion mehrere Wohnungen nicht bewohnbar. In Tegel mussten ein Kind und ein Erwachsener mehrfach notoperiert werden. Im Februar kam es dann erneut zu zwei weiteren Vorfällen, bei dem zum Teil erheblicher Schaden entstand.

Neukölln: Fassade schwer beschädigt

Wie die Berliner Polizei nun am späten Mittwochnachmittag (12. März) berichtet hat, konnte sie jetzt in Britz einen 36-jährigen Mann verhaften. Dieser soll hinter der Detonation im Februar stehen.

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Neukölln
Vor einem Wohn- und Geschäftsgebäude an der Karl-Marx-Straße detonierte der Sprengsatz. Credit: Pudwell

Der Beschuldigte soll laut der Polizei am 15. Februar vor einem Herrenmodegeschäft in der Karl-Marx-Straße in Neukölln eine Kugelbombe mit 1.000 Gramm Explosionsmasse gezündet haben.

„Durch die Wucht der Detonation sollen die Glasscheibe der rechten Schiebetür zersprungen, die linke Schiebetür aus dem Rahmen gefallen und zahlreiche weitere Schäden verursacht worden sein“, so die Polizei. „Die Schadenssumme wird derzeit auf 30.000 Euro geschätzt.“

Täter sind auf der Flucht

Laut dem aktuellen Ermittlungsstand soll eine „vermeintliche Ehrverletzung“ Hintergrund des Kugelbombenanschlags sein. Der Beschuldigte soll wohl gedacht haben, dass seine Ehefrau sich wegen einer Affäre mit dem Inhaber des angegriffenen Geschäfts von ihm getrennt habe.

„Ob der Beschuldigte zudem für einen eine Woche später erfolgten Kugelbombenanschlag auf ein anderes Geschäft des Mannes in der Karl-Marx-Straße verantwortlich ist, ist noch offen und Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Diese dauern an“, so die Polizei.



In dem zweiten Fall war es in der Nacht zum 22. Februar zu einer Explosion vor einem Geschäft in Neukölln gekommen. Nach bisherigen Erkenntnissen bemerkte ein Zeuge gegen 2:15 Uhr zunächst vor dem im Umbau befindlichen Kleidungsgeschäft in der Karl-Marx-Straße zwei Männer, die dann wegrannten sind.

Kurz darauf explodierte vor dem Eingang ein pyrotechnischer Gegenstand. Dabei wurden die Eingangstür des Geschäfts sowie einzelne Fenster eines gegenüberliegenden Mehrfamilienhauses beschädigt.