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Neukölln: Fettes Bußgeld für Berliner Schmutzfink – heftiger Grund

Ein Berliner Gewerbetreibender wollte in Neukölln seinen Müll loswerden. Das Ordnungsamt erwischt ihn. Jetzt hat er doppelten Ärger am Hals.

© IMAGO/Arnulf Hettrich

Umzug nach Berlin

Der Berliner Stadtbezirk Neukölln genießt nicht unter allen Hauptstädtern einen guten Ruf. Das liegt unter anderem auch an den Silvesterkrawallen, die im letzten Jahr für ordentlich Furore sorgten.

Nun gibt es wieder Neuigkeiten aus der Gegend. Diesmal geht es jedoch nicht um Böller, Feuerwerk und Co., sondern um Müll. Das Ordnungsamt hat jetzt einen Berliner Schmutzfink auf frischer Tat erwischt. Kaum zu glauben, was der sich hier geleistet hat.

Neuköllner Schmutzfink auf frischer Tat ertappt

Diese Aktion stinkt zum Himmel! Ein Mann wollte vergangenen Dienstag (2. Januar) ganze fünf Kubikmeter Abfall am Straßenrand von Neukölln entsorgen, als er von Mitarbeitern des Ordnungsamtes erwischt wurde. Im Umkreis des S-Bahn-Rings war er unterwegs gewesen, um sich mehrerer Säcke Müll zu entledigen. Dann griffen die Beamten ein.


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Quelle: Bezirksamt Neukölln auf der Plattform X

Der Schmutzfink, der laut Aussagen des Neuköllner Ordnungsamtes, der Betreiber einer Kreuzberger Eventlocation ist, musste seinen Unrat tatsächlich wieder einsammeln. Wie die „B.Z.“ berichtete, muss der Müllsünder nun mit einem fetten Bußgeld von rund 1.200 Euro zu rechnen. Außerdem erhält sein Gewerbe einen Eintrag in das Gewerbezentralregister. Das bedeutet, dass öffentliche Auftraggeber von seinem Unternehmen in Zukunft wohl keinen Gebrauch mehr machen werden. Es kommt also einiges an Strafen für den Umweltsünder zusammen.

So reagieren die User auf den Mann

Unter dem Post des Ordnungsamtes auf der Plattform X waren sich die Leute ausnahmsweise mal alle einig. Sie verurteilen die Aktion des Mannes. „Richtig so. Saftige Strafe hilft“, heißt es hier in einem Kommentar. Ein anderer User wird noch deutlicher: „Vierstellig ist noch zu niedrig bei so einer Sauerei“.

Dass der Schmutzfink Neukölln für seine Müllentsorgung auserkoren hatte, überrascht nur bedingt. Der Bezirk gilt als ein echter Hotspot für illegale Müllbeseitigung in der Hauptstadt. 2022 zählte die Berliner Stadtreinigung 8.900 Kubikmeter in der Gegend, Spitzenreiter war der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg mit circa 12.700 Kubikmetern.


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Das hat sich der Müllsünder wohl anders vorgestellt. Es bleibt zu hoffen, dass der Kreuzberger Gewerbetreibende aus dem Bußgeld die richtigen Lehren zieht.