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Schule in Berlin: Wegen Streik der BVG – drastische Änderung steht bevor

Am Freitag (2. Januar) wird die Stadt still stehen. Tausende BVG-Fahrer legen ihre Arbeit nieder. Darunter leiden auch die Schulen in Berlin.

© IMAGO/Manngold

BVG: Mit den Berliner Öffis durch den Großstadt-Dschungel

Egal ob mit U-Bahn, Bus oder Tram – die Berliner Verkehrsbetriebe bringen jährlich über 700 Millionen Fahrgäste an ihr Ziel.Dafür muss man ganz schön gut vernetzt sein.

Die Hauptstadt ist in Streiklaune. Erst die S-Bahn Berlin, dann die Sicherheitsmitarbeiter am Flughafen BER und jetzt auch noch ein Warnstreik bei der BVG. Es ist quasi vollkommen egal, mit welchem Verkehrsmittel man morgens fahren muss – denn im Moment sind sowieso nach und nach alle Hauptstädter betroffen.

Aktuell schauen vor allem die Fahrgäste der U-Bahnen, Busse und Trams in die Röhre. Zwar können einige von ihnen einfach auf das Auto umsteigen, doch das gilt nicht für alle. Und erst recht nicht für Schüler. Jetzt wurde eine drastische Entscheidung getroffen.

Vieler Schüler in Berlin von Streik betroffen

Am Freitag (2. Januar) wäre für die Schulen in Berlin eigentlich ein wichtiger Tag: Die Zeugnisvergabe nach dem ersten Schulhalbjahr 2023/2024 steht an. Doch viele Schüler haben ohne Öffis kaum die Möglichkeit, in die Schule zu kommen. Der Bildungssenat reagiert jetzt. Denn schließlich müssen die Schüler in der Hauptstadt ihr Zeugnis bekommen – egal wie.

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Am Dienstag (30. Januar) wurde deshalb beschlossen, dass die einzelnen Schulleiter nun selbst entscheiden dürfen, wann sie die Zertifikate herausgeben. So dürfen sie die Vergabe jetzt um einen Tag vorziehen. Stichtag könnte jetzt also auch Donnerstag (1. Februar) werden.

Schuften statt schulfrei

Doch bevor sich die Schüler in Berlin zu früh freuen: Egal wie sich der Schullleiter entscheidet, der Unterricht „am Donnerstag wird trotz der Zeugnisvergabe planmäßig stattfinden“, heißt es in einem Bericht der „Berliner Zeitung“.

Gleiches gilt auch für die schulpflichtigen Kinder in Brandenburg. Auch hier sind rund 317.000 Schüler von dem Warnstreik betroffen. Wer Freitag nicht zur Schule kommen kann, muss auch da leider trotzdem pauken. Nach Informationen der „Berliner Zeitung“ sollen die Lehrkräfte der betroffenen Schulen Aufgaben für zuhause vorbereiten.

Senat stellt Sorgentelefon bereit

Für viele Schüler ist der Zeugnistag alles andere als erfreulich. Für sie stellt sich zum Beispiel die Frage, wie man die Versetzung noch retten oder wie man den Eltern möglichst schonend die Noten beichten kann.


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Das Sorgentelefon für Schüler und Eltern ist Donnerstag (11-15 Uhr) und Freitag (10-13 Uhr) besetzt. Je nach Schultyp gibt es unterschiedliche Nummern:

  • Grundschulen: Ulrike Becker unter der Telefonnummer 030 902 276 028
  • Schulen mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt: Klaus Jürgen Heuel unter der Telefonnummer 030 902 275 834
  • Integrierte Sekundarschulen und Gemeinschaftsschulen: Janine Wolter unter der Telefonnummer 030 902 275 865
  • Gymnasien: Christiane Just unter der Telefonnummer 030 902 275 771
  • Bereich Berufliche Schulen: Jörg Lemme unter der Telefonnummer 030 902 276 058