Die Liste der Gewaltdelikte in Berlin ist lang. Einige Fälle können glücklicherweise in geraumer Zeit aufgeklärt und gelöst werden – bei anderen hingegen tappen die Ermittler jahrelang im Dunkeln.
So auch beim Schicksal von Oksana Romberg. Die Kosmetikerin aus Berlin-Charlottenburg hatte in ihrem Studio einen großen Kundenstamm – darunter auch mehrere Promis. 2021 machte jedoch die erschütternde Nachricht die Runde: Die damals 50-Jährige wurde tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Rund drei Jahre später gibt es nun erstmals Licht im Dunkeln.
True Crime Berlin: 50-Jährige tot in ihrer Wohnung gefunden
Wir erinnern uns zurück: Nachdem die Frau am 1. April 2021 nicht in ihrem Kosmetikstudio am Walter-Benjamin-Platz erschien, alarmierten besorgte Kollegen die Feuerwehr. An der Wohnadresse fanden die Rettungskräfte gegen 18 Uhr am Abend den Leichnam der 50-Jährigen vor. Die Obduktion ergab tödliche Verletzungen an Kopf und Oberkörper – unter anderem auch durch mittelgroße Kieselsteine. Wie es dazu kam, blieb fraglich. Zudem fehle seit dem Tod auch das goldfarbene Smartphone des Opfers.
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Auf den Aufnahmen der Überwachungskamera im Innenhof des Beauty-Salons soll jedoch eine verdächtige Person gegen 17.30 Uhr aufgetaucht sein. Im Rahmen der Öffentlichkeitsfahndung hofften die Beamten mithilfe eines Beitrags in der Sendung „Aktenzeichen XY…ungelöst“ auf weitere Hinweise, durch die der mögliche Täter überführt werden kann. Dafür wurde von der Staatsanwaltschaft sogar eine Belohnung in Höhe von bis zu 5.000 Euro ausgesetzt.
Berliner Polizei vermeldet ersten Erfolg in Ermittlungen
Anfang April 2024 vermeldete die Polizei Berlin nun erstmals erfreuliche Neuigkeiten im Zusammenhang mit dem Fall der ermordeten Kosmetikerin. Am Nachmittag des 2. April wurde ein 53-Jähriger an seiner Geschäftsanschrift in Charlottenburg festgenommen. Der Mann soll dringend verdächtig sein, zwischen dem 31. März und dem 1. April 2021 die Frau getötet zu haben.
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Offenbar sollen der Festgenommene und die Verstorbene sich auch gekannt haben. Es soll ein Mord aus Habgier gewesen sein. Weitere Einzelheiten gab die Polizei nicht bekannt. Die Ermittlungen dauern an. Der 53-Jährige wurde inzwischen allerdings einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der ihm den Haftbefehl erteilt hat.