Veröffentlicht inBrennpunkt

Berlin: Thaiboxer soll Frau in Bordell ermordet haben – wegen 25 Euro

In Berlin-Friedrichshain soll ein ehemaliger Thai-Boxer eine Frau in einem Bordell erschlagen haben. Offensichtlich handelte es sich um einen Raubüberfall.

© IMAGO/Bihlmayerfotografie

Sicherheit für Berlin: Polizei, Feuerwehr und Co.

Sie sollen in Berlin für Sicherheit sorgen: Polizei, Feuerwehr und Co. Bei der Berliner Polizei sind derzeit über 27.000 Bedienstete beschäftigt. Jeden Tag gehen über den Notruf 110 in der Einsatzleitzentrale 3.700 Anrufe ein. Das sind 1,34 Millionen Anrufe im Jahr.

In Berlin liegen Licht und Schatten nah beieinander. Immer wieder kommt es in der Hauptstadt zu brutalen Verbrechen. Allein in 2022 hat die Berliner Polizei 114 Fälle von Mord und Totschlag registriert.

Jetzt muss sich in Berlin ein ehemaliger Thaiboxmeister vor Gericht verantworten. Ihm wird ein besonders kaltblütiger Mord vorgeworfen. Laut Anklage soll er eine Frau wegen 25 Euro ermordet haben.

Ex-Thaiboxer aus Berlin soll Bordell-Frau erschlagen haben

Der aus Thailand stammende Hauptangeklagte ist 47 Jahre alt und soll zweifacher Meister im Thaiboxen gewesen sein. Zusammen mit einem 35-Jährigen soll er in der Nacht zum 17. April 2023 versucht haben, ein Bordell in Friedrichshain zu überfallen. Die beiden hatten wohl Tageseinnahmen in Höhe von 10.000 bis 20.000 Euro vermutet.

Während der 35-Jährige draußen wartete, soll der ehemalige Thaiboxer bei der 55-jährigen Frau unter falschem Vorwand geklingelt haben. Nachdem diese ihm die Tür geöffnet hatte, soll er sie mit einem gezielten Ellenbogen-Schlag im Gesicht getroffen haben.

Sein Begleiter rief keinen Krankenwagen

Nachdem er die Wohnung durchsucht hatte, soll er die Frau erneut geschlagen und sich auf ihren Rücken gestellt haben. Angeblich soll der Täter lediglich 25 Euro gefunden haben. Beim Verlassen des Hauses soll er dann seinen Begleiter aufgefordert haben, einen Krankenwagen zu rufen.

Da dieser aber nicht mit der Tat in Verbindung gebracht werden wollte, habe der Mittäter keinen Krankenwagen gerufen. Erst Stunden später soll dieser dann in die Wohnung gegangen sein. Da die Frau zu diesem Zeitpunkt möglicherweise schon tot war, geht die Anklage im Fall des 35-Jährigen von einem versuchten Mord zur Verdeckung einer Straftat aus.


Mehr News aus Berlin:


Der 47-jährige Ex-Thaiboxer wurde nur wenige Tage nach der Tat festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Der Mitangeklagte wurde im Oktober verhaftet und etwa sechs Wochen später von weiterer Untersuchungshaft verschont. (mit dpa)