Er ist einfach ein Brennpunkt und das lässt sich nicht schönreden. Der Görlitzer Park zählt auf Grund der dortigen Drogenproblematik und schlimmen Taten, wie einer Gruppenvergewaltigung 2023 nicht umsonst zu den kriminalitätsbelasteten Orten in der Hauptstadt.
Die Grünanlage ist ein Hotspot für Straftaten. Das ist längst bekannt. Dennoch alarmieren neueste Zahlen des Senats.
Görlitzer Park: So viele Straftaten gab es 2024
Bereits in den letzten Jahren führte der Görlitzer Park stets die Liste der gefährlichsten Berliner Parks an. Und auch mit Blick auf 2024 lässt er seine Konkurrenz wieder weit hinter sich liegen und sticht im Ranking hervor, dass der Senat und die Polizei auf eine Anfrage der AfD offenlegten. Einen kleinen Lichtblick gibt es aber dennoch.
Denn auch wenn es im Görli 2024 936 Straftaten gegeben hat, im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl rückläufig. 2023 waren es noch 1.373 Straftaten. Immerhin das macht ein bisschen Hoffnung, dass der Trend in die richtige Richtung geht.
Deutlich weniger Straftaten in anderen Parks
Trotzdem steht außer Acht, dass viele alarmiert sein dürften. Denn im Vergleich zu anderen Grünanlagen kommt es im Görlitzer Park mit Abstand zu den meisten Vorfällen, darunter Körperverletzungen, Raubtaten aber auch Diebstähle. In anderen Parks kam es im letzten Jahr zu deutlich weniger Straftaten.
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Im Mauerpark waren es 193 Straftaten, im Treptower Park 132 Straftaten, im Volkspark Friedrichshain 113 Straftaten, im Park am Gleisdreieck 111 Straftaten, auf dem Tempelhofer Feld 101 Straftaten, in der Hasenheide 98 Straftaten, im Kleinen Tiergarten 77 Straftaten und im Großen Tiergarten 48 Straftaten.
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Zu beachten gilt, dass es sich bei den Zahlen nur um die angezeigten oder sonst von der Polizei festgestellten Straftaten handelt. Da im Görlitzer Park besonders viele Beamte unterwegs sind, werden dort entsprechend viele Delikte festgestellt. (mit dpa)