Veröffentlicht inBrennpunkt

Kreuzberg: Judenhasser bei der Polizei am Kotti? Staatsschutz ermittelt

Die Kotti-Wache in Kreuzberg ist Berlins berühmteste Polizeiwache. Das Verhalten eines Polizisten wirft nun Fragen auf.

© IMAGO/A. Friedrichs

Sicherheit für Berlin: Polizei, Feuerwehr und Co.

Sie sollen in Berlin für Sicherheit sorgen: Polizei, Feuerwehr und Co. Bei der Berliner Polizei sind derzeit über 27.000 Bedienstete beschäftigt. Jeden Tag gehen über den Notruf 110 in der Einsatzleitzentrale 3.700 Anrufe ein. Das sind 1,34 Millionen Anrufe im Jahr.

Sie ist Berlins wohl berühmteste Polizeistation: Die Wache am Kottbusser Tor in Kreuzberg. Weil es an diesem Brennpunkt immer wieder zu verschiedenen Straftaten kam, war die Berliner Polizei in der Vergangenheit im Dauereinsatz rund um den Platz. Bis sie schließlich im Februar 2023 direkt ins Zentrum der Randale zog.

Direkt neben dem berühmten „Café Kotti“ liegt nun ihr neues Einsatzzentrum. Nahezu täglich werden Verbrecher vorbei an den Gästen des Lokals in die Polizeistation geführt. Doch nun soll ein Polizist dieser Wache selbst zum Täter geworden sein!

Kreuzberg: Polizist mit antisemitischer Äußerungen

Wie die „B.Z.“ berichtet, soll sich der Vorfall bereits am 13. Januar ereignet haben. Ein Beamter der Kotti-Wache in Kreuzberg habe sich im Aufenthaltsraum der Polizeiwache gegenüber seinen Kollegen antisemitisch geäußert, heißt es. Dabei sei – laut einigen Beamten – auch das Wort „Gaskammer“ gefallen sein.

Daraufhin hätten die Kreuzberger Kollegen des Beschuldigten den Vorfall den Vorgesetzten gemeldet. Nun wurde vom Staatsschutz ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Zuständig ist eine Fachdienststelle für Ermittlungen zu politisch motivierten Dienstvergehen.


Mehr News:


Der Polizeibeamte wurde in eine andere Dienstelle versetzt. Das ist ein übliches Vorgehen bei der Berliner Polizei, wenn Beamte einer Straftat oder unmoralischem Handeln bezichtigt werden.