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Flughafen BER: Aushang verunsichert – droht hier ein Sicherheits-Dienst seinen Mitarbeitern mit Kündigung?

Rund 1800 Mitarbeiter von Securitas sorgen am Flughafen BER für Sicherheit. Doch nun herrscht bei ihnen selbst Unsicherheit.

© IMAGO/Christian Offenberg

Flughafen BER: Das ist Berlins Chaos-Airport

Die Bauphase des Flughafen Berlin Brandenburg (BER) ist mit dem Wort zäh noch sehr nett beschrieben. Schon in den 1990ern begann die Planungsphase, am 5. September 2006 erfolgte dann der erste Spatenstich in Schönefeld, im Süden Berlins.

Wer vom Flughafen BER abfliegt, kommt ganz automatisch mit ihnen in Kontakt: den Sicherheitsmitarbeitern von Securitas. Sie kontrollieren jeden Tag tausende Passagiere und sorgen dafür, dass nichts illegales oder gefährliches mit in den Flieger kommt.

Doch nun herrscht unter den Beschäftigten selbst ein bisschen Unsicherheit. Denn ein Aushang des Managements lässt sie um ihren Job bangen. BERLIN LIVE hat nachgefragt, was es damit auf sich hat.

Flughafen BER: Securitas droht mit Kündigung

In dem Aushang über den zunächst die „BZ“ berichtete, heißt es: „Leider beobachten wir seit geraumer Zeit, dass sich einige Personen auf Kosten der Gemeinschaft zurücknehmen und der Arbeit fernbleiben.“ Daher habe man Abwesenheiten analysiert und Muster erkannt – sowohl bei Kurzzeit-Erkrankungen, als auch bei langen Abwesenheiten. Das Unternehmen erklärte, bereits zehn Mitarbeiter entlassen zu haben und kündigte weitere Gespräche an.

Wer genau zu diesen Gesprächen geladen wird, geht aus dem Zettel nicht hervor. Will sich die Securitas etwa eine Möglichkeit schaffen, chronisch kranke Mitarbeitende loszuwerden? Nein, lautet die klare Antwort der Sicherheitsfirma. Gegenüber BERLIN LIVE erklärte eine Sprecherin: „Securitas geht nicht allgemein gegen erkranktes Personal vor oder erwartet von regulär Erkrankten zur Arbeit zu erscheinen.“ Es gehe um einen kleinen Teil der Belegschaft mit „hohen Abwesenheiten, zu denen gesicherte Erkenntnisse vorliegen, dass keine tatsächlichen Erkrankungen vorliegen“.

Securitas führt Gespräche „ergebnisoffen“

Die angekündigten Gespräche würden ergebnisoffen geführt. Vorrangig bestehe ein Interesse daran, Mitarbeitern eine Perspektive zur Wiedereingliederung aufzuzeigen. Besonders mit lange Abwesenden Kollegen werden „nach gesetzlichen Vorgaben verantwortungsvolle Gespräche“ geführt.


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Die Maßnahmen, das stellt Securitas klar, dienen auch der Entlastung der übrigen Mitarbeiter. Da diese, so das Ziel, künftig weniger von Ersatzdiensten betroffen sein werden, die durch „Ausfallzeiten von mutwillig Erkrankten“ herbeigeführt werden.

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