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Flughafen BER: Große Veränderung geplant – „Fast komplett abgeschnitten“

Am Flughafen BER könnte eine schon länger diskutierte Veränderung bald kommen. Um was es dabei geht, liest du hier.

Flughafen BER
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Flughafen BER: Das ist Berlins Chaos-Airport

Die Bauphase des Flughafen Berlin Brandenburg (BER) ist mit dem Wort zäh noch sehr nett beschrieben. Schon in den 1990ern begann die Planungsphase, am 5. September 2006 erfolgte dann der erste Spatenstich in Schönefeld, im Süden Berlins.

Der Flughafen BER ist seit seiner Eröffnung im Oktober 2020 nicht nur für die Menschen in der Hauptstadt das Drehkreuz zur Welt. Auch für viele aus Ostdeutschland ist der Airport die Adresse Nummer eins, wenn es in den Urlaub gehen soll.

Jeden Tag starten mehrere hundert Flugzeuge am BER und bringen die Passagiere mal an nah gelegene und mal an weiter entfernte Ziele. Vor allem bei letzteren ist die Auswahl aber eher mau.

Flughafen BER: Um diese Veränderung geht es

London, Kopenhagen oder Lissabon – was das Kurzstreckenangebot vom Flughafen BER aus betrifft, ist die Hauptstadt gut aufgestellt. Anders sieht es aber mit Langstreckenflügen aus. Zwar gibt es bereits Direktflüge nach Singapur, Miami oder New York, aber viele weitere Verbindungen an ferne Orte gibt es darüber hinaus nicht.

Schon länger gibt es daher Forderungen, dass das Langstreckenangebot am Flughafen BER ausgeweitet werden muss. Zuletzt sprachen sich die Landesregierungen von Berlin und Brandenburg nach einer Kabinettssitzung im November 2023 dafür aus. Jetzt schlossen sich auch weitere ostdeutsche Bundesländer an.

Pro Tag starten nur drei Langstreckenflüge in ganz Ostdeutschland

Bei einer gemeinsamen Konferenz im Bode-Museum in Berlin am 29. Februar 2024 sprachen die Regierungschefs der ostdeutschen Länder darüber, wie sie dem Vorhaben „nach einer besseren Anbindung an das politische Zentrum und den Wirtschafts-, Wissenschafts- und Forschungsstandort Berlin größeren Ausdruck“ verleihen können.

Im Rahmen dessen sprach man sich für mehr Langstreckenflüge vom Flughafen BER und dem Airport Leipzig/Halle aus, wie das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin mitteilte. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) erklärte, dass es untragbar sei, dass 30 Jahre nach der Wiedervereinigung täglich 172 Langstreckenflüge von westdeutschen Flughäfen starteten, aber nur drei in ganz Ostdeutschland. „Damit ist die Region fast komplett vom interkontinentalen Luftverkehr abgeschnitten. Das darf nicht sein“, betonte Wegner.


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Aber wie wollen die Regierungschefs der ostdeutschen Länder das Langstreckenangebot vom BER ausbauen? Man wolle sich gegenüber der Bundesregierung dafür einsetzen, das Langstreckenangebot in Ostdeutschland auszubauen, hieß es. Außerdem will man sich für zusätzliche Start- und Landerechte im Frachtverkehr einsetzen, sowie für die Minimierung von hemmenden Faktoren für den Luftverkehr.

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