Wer in der Hauptstadt regelmäßig auf der Straße unterwegs ist, dürfte sich schon des Öfteren gefragt haben, ob der ein oder andere Autofahrer eine verkappter Rennfahrer ist.
Wie der „Tagesspiegel“ unter Berufung auf die Berliner Polizei berichtet, scheint sich die gefühlte Wahrheit nun zu bestätigen. Dank einer neuen Messtechnik können die Beamten nämlich jetzt auch unabhängig von Blitzerkästen und Laserpistolen Tempovergehen gemessen werden.
Neue Messemethode erwischte tausende Raser in Berlin
In fünf Direktionen hat die Polizei in Berlin sogenannte „Geschwindigkeitsmesskasten“ an Laternen- oder Schildermasten aufgestellt, mit denen die Beamten jetzt zusätzliche Messungen durchgeführt haben.
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Laut „Tagesspiegel“ soll die „Überschreitungsrate“ bei denen neuen Messungen deutlich höher liegen – als wie bei den althergebrachten Messungen. Statt fünf Prozent hätte man so im Schnitt 26 Prozent Raser gemessen.
Auf diesen Straßen rasen Berlins Autofahrer prozentual am meisten
Auf diesen Straßen in Berlin treten Rüpel-Raser besonders oft aufs Gaspedal. Hier sind zwischen 77 und 95 Prozent aller gemessenen Autofahrer zu schnell gewesen:
- Hobrechtsfelder Chaussee 119
- Zepernicker Straße 58
- Wisbyer Straße 37
- Gustav-Adolf-Straße 115
- Dannenwalder Weg 167
- Waldemarstraße 11b
- Schwedenstraße 9
- Alt-Mahlsdorf 60
- Richardstraße 102
- Marie-Elisabeth-von Humboldt-Straße 63
Trauriger Spitzenreiter war die Hobrechtsfelder Chaussee in Pankow. Hier waren 45.633 Fahrer zu schnell unterwegs. Grund für die hohen Fallzahlen ist wohl, dass die Kontrollen in keiner App gelistet oder beim Radio geteilt werden. Somit wüssten viele Raser nicht, dass hier geblitzt wurde. Außerdem seien die Kästen so klein, dass die Autofahrer die Kästen kaum sehen könnten.
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Selbst bei eine konservativen Rechnung, dass alle erwischten Raser lediglich nur zehn Kilometer pro Stunde zu schnell gewesen sind, wären hier wohl Bußgelder von 48 Millionen Euro fällig geworden.