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S-Bahn Berlin: Notfahrplan „nur ein Anfang“ – Fahrgastverband stellt klare Forderungen

Die Lokführer Streiken bei der Deutschen Bahn und damit auch bei der S-Bahn Berlin. Darunter leiden auch Passagiere. Der Fahrgastverband kritisiert das.

© IMAGO/Seeliger

S-Bahn Berlin: Die Lebensadern der Hauptstadt

Ohne sie geht gar nichts: das ist die S-Bahn Berlin und darum ist sie so wichtig.

Seit dem frühen Mittwochmorgen (24. Januar) bestreikt die GDL die Deutsche Bahn und damit auch die S-Bahn Berlin. Viele Berliner werden dadurch in ihrem Alltag beeinträchtigt, kommen deutlich schlechter an ihr Ziel.

Immerhin: Vor allem im Süden und Osten der Hauptstadt hat die S-Bahn Berlin einen Notfahrplan aufgestellt, der den Streik abmildern soll. Dem Berliner Fahrgastverband IGEB reicht das allerdings längst nicht aus.

S-Bahn Berlin: Notfahrplan darf nur der Anfang sein

„Es braucht einen echten Streik-Fahrplan für ganz Berlin“, sagt IGEB-Sprecher Jens Wieseke im Gespräch mit BERLIN LIVE. Der Norden und der Westen der Hauptstadt seien in den aktuellen Plänen überhaupt nicht berücksichtigt, kritisierte er. Zudem würde der Notfahrplan nicht ausreichend kommuniziert und entsprechend wenig angenommen. Der Notfahrplan könne nur ein Anfang sein.

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Das zu ändern sei allerdings nichts, was die S-Bahn Berlin alleine könne. „Es braucht Entscheidungen auf Bundesebene“, erklärt Wieseke. „Die Ampel, aber auch die CDU und die Linke müssen verstehen, dass Streiks besser strukturiert werden müssen.“ In Ländern, in denen öfter gestreikt wird, als in Deutschland sei das längst normal, dass es Streik-Fahrpläne gibt. „Die werden kommuniziert und dann weiß jeder, wann ein Zug fährt“, sie Wieseke. In Deutschland sei das anders.

Fahrgast-Verband fordert Streik-Fahrplan

Mit derartigen Plänen könnte beispielsweise sichergestellt werden, dass auf wichtigen Linien – etwa zwischen Berlin und Hamburg – eine gewisse Zahl an Zügen fährt. Die Streiks an sich würde das in den Augen des Fahrgast-Vertreters nicht unterlaufen. „Der Schaden für das Unternehmen ist ohnehin hoch“, sagt Wieseke, der betont, mit seinen Forderungen keine Stimmung gegen die Lokführer machen zu wollen. Ihm sei aber wichtig, dass die Folgen für die Fahrgäste abgemildert werden.


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„So etwas muss aber auf Bundesebene entschieden werden. Damit Pläne für das ganze Land gemacht werden können“, sagte er. Dort könnte in seinen Augen auch im aktuellen Streik eingegriffen werden. Schließlich sei die Bundesrepublik Eigentümer der Deutschen Bahn. Wieseke: „Kanzler Scholz muss eingreifen und die Tarifparteien an einen Tisch holen.“ Ob es so kommt, ist derzeit ungewiss. Und bis dahin fahren die Berliner S-Bahnen nur in einem dünnen Notfahrplan.