In den vergangenen Monaten ist in Deutschland leider wieder ein verstärkter Rechtsruck zu bemerken. Das zeigt nicht nur die Wiederwahl Donald Trumps in den USA, sondern auch der fortwährende Erfolg der AfD in Deutschland.
Wie sehr sich dies auch im Alltag der Hauptstadt bemerkbar macht, zeigt ein aktueller Vorfall, der sich in der U-Bahn in Berlin zugetragen hat.
U-Bahn Berlin: Diese Fahrt bleibt im Gedächtnis
Für eine Schulklasse sollte es eigentlich nur ein ganz normaler Ausflug werden. Doch während ihrer Fahrt mit der U-Bahn Berlin sahen sie sich plötzlich mit fremdenfeindlichen Beleidigungen bedroht. Bei den Betroffenen soll es sich wohl um Schüler im Alter von elf bis 12 Jahren handeln.
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Wie die Polizei am Mittwoch berichtete, soll die Schulklasse am Dienstag (21. Januar) gegen 12:45 Uhr mit der U9 unterwegs gewesen sein. Beim Halt an der Amrumer Straße soll es dann zur Eskalation gekommen sein, als ein 60-Jähriger Mann sie plötzlich ausländerfeindlich beleidigte.
Polizei konnte den Täter festnehmen
Glücklicherweise waren die Kinder in der Situation aber nicht allein. „Andere Fahrgäste bemerkten den Vorfall und stellten sich schützend vor die Schulklasse“, so die Polizei. Am Leopoldplatz stiegen die Kinder aus, doch der Vorfall in der U-Bahn Berlin blieb nicht ohne Folgen.
Alarmierte Einsatzkräfte konnten den mutmaßlichen Täter kurze Zeit später in der Nähe des Nauener Platzes festnehmen. Nach Behördenangaben soll er sich auch dabei erneut ausländerfeindlich und volksverhetzend geäußert haben.
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Da der 60-Jährige „orientierungslos wirkte, wurde er nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen von einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht, wo er durch einen Arzt begutachtet und anschließend wieder entlassen wurde“, heißt es weiter. Nun ermittelt der Polizeiliche Staatsschutz.