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Wetter: Expertin erklärt – darum trifft es Berliner härter als Brandenburger

Von Schneefall, Glätte und Co. bleibt beim aktuellen Wetter wohl keiner verschont. In einem anderen Punkt gibt es hingegen Unterschiede…

Berlin
© imago/Westend61

Wetter: Vier Jahreszeiten – warum es sie gibt und wie sie entstehen

Warum ist es im Sommer so warm und im Winter so kalt?

Das Wetter spielt aktuell in Berlin und Brandenburg nochmal mächtig verrückt. Während sich einige schon auf den Beginn des Frühlings eingestellt hatten, zieht derzeit nochmal eine regelrechte Kältefront mit Eis und Schnee über die Region.

Doch die wärmeren Temperaturen stehen bereits in den Startlöchern. Und das bedeutet auch, dass sich die Pollen schon bald wieder blicken lassen. Wenn man den Worten einer Expertin glaubt, dann gibt es in dieser Hinsicht einen starken Unterschied zwischen Berlin und Brandenburg.

Wetter in Berlin und Brandenburg: Dabei gibt es klare Unterschiede

Vorab: Durch das ungemütliche Wetter der vergangenen Tage können Allergiker ganz schön profitieren. „Pollen fliegen besonders dann gut und weit, wenn es sonnig, trocken und windig ist. Und das ist aktuell eben nicht der Fall“, stellte Allergie-Expertin Anna Klaus im Interview mit „rbb24“ klar. Trotzdem sei es bereits im Januar oder gar Dezember möglich, dass vereinzelte Pollen durch die Lüfte wirbeln.

Wie der Blütenstaub wirkt, ist tatsächlich von Mensch zu Mensch unterschiedlich. „Es gibt die Pollenallergiker, denen nur ein bisschen die Nase juckt. Andere können sehr starke Beschwerden haben oder auch ein allergisches Asthma entwickeln“, betonte Klaus. Wie stark jemand reagiert, sei vom individuellen Immunsystem abhängig. „Wenn jemand schon auf Hausstaub reagiert und zusätzlich noch die Pollenbelastung hinzukommt, kann diese Person durchaus heftiger reagieren als jemand, der ausschließlich Pollenallergie hat“, so die Expertin weiter.

Wetter in Berlin und Brandenburg: Expertin gibt Ratschläge

Doch auch der Wohnort könne eine entscheidende Rolle spielen. Dabei ist laut Klaus zum Beispiel auch ein Unterschied zwischen Berlin und Brandenburg zu erkennen: „Jemand, der in einer Großstadt aufwächst, hat ein erhöhtes Allergierisiko im Vergleich zu Personen, die auf dem Land aufwachsen.“ Das sei auf die Feinstaub-Partikel in der Luft zurückzuführen.

„Auf dem Land wiederum gibt es Faktoren, die vor Allergien schützen. Wer beispielsweise auf einem Bauernhof mit traditioneller Rinderhaltung aufwächst, kann dadurch vor Allergien geschützt sein. Das gleiche gilt für frühen Tierkontakt“, erläuterte die Fachfrau im Gespräch. Deshalb extra einen Umzug zu planen, dürfte allerdings auch etwas übertrieben sein.


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Stattdessen empfiehlt die Expertin, in der Pollenzeit auf Medikamente wie Nasenspray oder Antihistaminka-haltige Augentropfen zurückzugreifen. Auch eine Hyposensibilisierung könnte von Vorteil sein: „Wichtig ist, dass zuvor eine gute Diagnostik durchgeführt wird!“ Und damit steht also einer einigermaßen angenehmen Pollenzeit kaum noch etwas im Wege.