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Berghain soll Künstler ausgeladen haben – Besucher verteidigen Techno-Club

Ein Künstler wirft dem Berghain in Berlin vor, ausgeladen worden zu sein. Stammgäste verteidigen den Club.

© IMAGO/Votos-Roland Owsnitzki

Berlin: Die Hauptstadt der Clubs

Berlin und sein Nachtleben gehören einfach zusammen. Die zahlreichen Clubs ziehen jedes Jahr tausende von Touristen in die Hauptstadt. Damit sind sie ein nicht zu unterschützender Wirtschaftsfaktor.

Im trendigen Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg wimmelt es von angesagten Clubs, in denen man die Nacht zum Tag und den Tag zur Nacht machen kann. Einer von ihnen ist auf der ganzen Welt bekannt. Nicht nur wegen seiner strengen Tür, sondern auch wegen der einzigarten Atmosphäre und den Weltstars, die hier regelmäßig auflegen. Die Rede ist natürlich vom Berghain.

Wer sich in der Warteschlange vorm Club nicht ordentlich benimmt oder die falschen Klamotten trägt, wird eiskalt abgewiesen und muss nach Hause gehen. Das passiert sowohl Berlinern als auch Promis. Doch jetzt sorgte ein Künstler für Aufregung, weil er das Berghain beschuldigt, wegen seinen politischen Ansichten ausgeladen worden zu sein.  

Berghain soll DJ Arabian Panther ausgeladen haben

Der französisch-libanesische DJ Arabian Panther hat dem Berghain vorgeworfen, einen Auftritt wegen seiner Unterstützung Palästinas abgesagt zu haben. Darüber berichtete am 16. Januar das englischsprachige Musik-Magazin „Resident Advisor“.


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Laut Arabian Panther soll der Berliner Kult-Club das „Italorama Bar X Ritmo Fatale“-Set abgesagt haben, weil er nach dem Angriff der Hamas auf Israel Palästina verteidigt habe. Das Berghain begründete seine Entscheidung, das Set abzusagen, mit „unvorhergesehenen Bauarbeiten“. Doch der Techno-Club war nach Angaben des DJs an dem Wochenende ganz normal geöffnet.

Techno-Fans verteidigen den Kult-Club

Ritmo Fatales Manager äußerte sich ebenfalls zur Absage des Sets: „Es ist echt schade, dass das Berghain den Club aus politischen Gründen dichtmachte und Renovierungsarbeiten als Vorwand nutzte.“ Laut dem Manager wollte der Club nur schlechte Publicity nach der Ausladung eines pro-palästinensischen, arabischen Künstlers verhindern.

Die Berghain-Fans verteidigten die Entscheidung des Clubs. „Dieser verrückte Kerl hat seine 15 Minuten Ruhm bekommen, hat aber dafür gesorgt, dass er auf absehbare Zeit nicht buchbar sein wird“, schreibt ein User auf reddit.


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Ein weiterer Nutzer warf Arabian Panther vor, einen Künstlernamen gewählt zu haben, der von einer dschihadistische Milizgruppe inspiriert ist. Das Berghain habe den Künstler deswegen zurecht ausgeladen.

Das Berghain hat eine Anfrage von BERLIN LIVE unbeantwortet gelassen.