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Take That in Berlin: Abreise könnte schwierig werden – macht die S-Bahn mit?

Am Samstag spielt die Briten-Band Take That in Berlin. Doch die Abreise von der Zitadelle Spandau könnte schwierig werden.

Take That in Berlin
© IMAGO/Revierfoto

S-Bahn Berlin: Die Lebensadern der Hauptstadt

Ohne sie geht gar nichts: das ist die S-Bahn Berlin und darum ist sie so wichtig.

Zu fünft hat die Boyband Take That in den 1990er Jahren Teenie-Herzen verzaubert. Nun, rund 30 Jahre später sind nur noch Gary Barlow, Howard Donald und Mark Owen übrig geblieben. Robbie Williams taucht nur noch gelegentlich bei Auftritten auf, Jason Orange trennte sich 2014 ganz von der Gruppe.

Die verblieben drei Take That-Stars sind aber noch immer fleißig am Musik produzieren. Im vergangenen Jahr kam ihr neues Album „This Life“ heraus – und mit diesem sind sie derzeit in Europa auf Tour. Am Samstag (29. Juni) spielen Barlow, Donald und Owen in Berlin. Doch für Besucher könnte es nach dem Konzert schwierig werden. Die S-Bahn steht vor großen Herausforderungen.

Take That in Berlin: Klappt die Abreise?

Denn wenn das Take That-Konzert in der Zitadelle Spandau am Samstag um 19 Uhr beginnt, startet zeitgleich einige Kilometer weiter östlich, im Olympiastadion die zweite Halbzeit im Achtelfinale der Europameisterschaft zwischen Italien und der Schweiz.

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Schon bei der Anreise dürften sich Fußballfans, die eher spät dran sind und Konzertbesucher, die es auf die erste Reihe abgesehen haben, in den S-Bahnen der Linien S3 und S9 begegnen. Schließlich liegen zwischen den Haltestellen Olympiastadion und Spandau nur zwei Stationen. Sollte das Spiel zwischen Italien und Schweiz dann in die Verlängerung gehen, könnten die beiden Fangruppen sich dann bei der Abreise komplett überlappen. Zu den 70.000 Fußballfans, die aus dem Olympiastadion abreisen, kommen dann noch einmal 10.000 aus der Zitadelle Spandau.

Die S-Bahn Berlin sieht sich aber auch für diese Belastung gerüstet. „An den Turniertagen fahren wir bis spät in die Nacht. Um dieses Angebot zu stemmen, leisten unsere Triebfahrzeugführer mehr als 300 Schichten zusätzlich“, erklärte Berlins S-Bahn-Chef Peter Buchner.

S-Bahn zuversichtlich

Insgesamt werde die Kapazität zwischen Olympiastadion und Innenstadt während der An- und Abreise verdreifacht. Innerhalb von 20 Minuten fahren dann sechs Züge – also alle drei Minuten ein Zug. So könne man pro Stunde 21.600 Personen vom Olympiastadion in Richtung Innenstadt transportieren. Hinzukämen noch einmal 7.000 Passagiere, die in die andere Richtung fahren könnten.

Da die Zitadelle Spandau auch über die U-Bahn der BVG angebunden ist, verteile sich das Reiseaufkommen in der Regel gut, erklärt ein Bahn-Sprecher gegenüber BERLIN LIVE. Zudem sei man auch mit dem Ablauf der bisherigen drei EM-Spiele zufrieden. Diese seien bei An- und Abreise ohne besondere Vorkommnisse verlaufen.


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Damit das auch so bleibt, bittet die S-Bahn Berlin, Fahrgäste auf Bahnsteigen gut aufeinander zu achten. Zudem sollten Passagiere Türen freihalten und nicht mehr zusteigen, wenn das Schließsignal ertönt. So könnten die Züge trotz vieler Passagiere auch pünktlich abfahren. Selbst dann, wenn Take That-Konzert und EM-Achtelfinale auf einen Tag fallen.