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Berliner Kult-Bad wird abgerissen: Linken-Ikone wütend – „Nicht das geringste Feingefühl“

Das SEZ in Berlin-Friedrichshain wird abgerissen. Vielen Menschen schmeckt das nicht – einer davon ist Linken-Ikone Gregor Gysi.

Berlin Bäder
© Imago/Photopress Müller, Imago/Jürgen Ritter

Berlin: Das ist Deutschlands Hauptstadt

Berlin ist nicht nur Deutschlands Hauptstadt, sondern auch die größte Stadt der Bundesrepublik. Im Jahr 2022 wohnten 3,75 Millionen Menschen hier. Die Tendenz ist steigend. Zudem kamen im gleichen Jahr rund 10 Millionen Gäste für insgesamt 26,5 Millionen Übernachtungen in die Hauptstadt.

Diese Nachricht hat vielen (Ost-)Berliner das Herz brechen lassen. Der Senat lässt das SEZ im Ortsteil Friedrichshain abreißen – und damit viele Kindheitserinnerungen. Denn im SEZ befand sich neben zahlreichen Sport-Räumlichkeiten auch ein Spaßbad mit Wellenbecken.

Doch all das soll nun, nachdem das Land Berlin das SEZ zurückerhielt, plattgemacht werden. Der neue Bebauungsplan erfordere den „den Abriss des gesamten Gebäudebestands“, heißt es vom Senat. Das bringt Linken-Ikone Gregor Gysi so richtig auf die Palme.

Berliner Kult-Bad SEZ wird abgerissen

Viele Menschen, die in den 1980er oder 1990er Jahren in Berlin aufgewachsen sind, dürften schöne Erinnerungen an das SEZ haben. Entsprechend groß ist die Enttäuschung in den sozialen Netzwerken über den Abriss. Auch, wenn das SEZ in den vergangenen Jahren nicht wirklich Glanzzeiten erlebte.

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Einer, der mit seiner Wut so gar nicht hinter dem Berg hält, ist der wohl bekannteste Politiker der Linkspartei: Gregor Gysi. Der Berliner, der per Direktmandat im Bundestag sitzt, schrieb auf Twitter: „Das SEZ abzureißen, beweist erneut, dass der Senat nicht das geringste Feingefühl für die Erlebnisse und Bedürfnisse von Ost-Berlinern hat.“

Gregor Gysi kritisier SEZ-Abriss

Das sei auch schon beim Palast der Republik so gewesen. Anstatt etwas gemeinsames zu suchen, habe man versucht, sich „ideologisch gegen den Osten durchsetzen“. So könne man aber nicht für Einheit sorgen. Dafür brauche man „für Ost und West den gleichen Respekt“.


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In den Kommentaren unter dem Tweet bekam Gysi Zustimmung, aber auch Ablehnung. Einige schrieben, viele schöne Erinnerungen an das SEZ zu haben. Dennoch sei das Gebäude inzwischen zu marode, um es noch irgendwie retten zu können. Andere sahen die Vorteile. Einer schrieb: „Wohnraum zu schaffen halte ich für eine sinnvolle Alternative.“