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Lost Places: Dieses Berliner Geisterschloss darfst du auf keinen Fall betreten

Die alten Gemäuer in Berlin haben schon so einiges erlebt. Während einige heute noch betrieben werden, sind andere zu Lost Places geworden.

© imago images/Andreas Gora

Beelitz Heilstätten: So sieht der gruselige Lost Place von innen aus

Etwas außerhalb von Berlin gibt es einen schaurigen Lost Place zu entdecken. Genauer gesagt südwestlich von Potsdam im Bundesland Brandenburg. Hier, mitten im Wald, befand sich einst die größte und modernste Tuberkulose-Klinik der Welt – die Beelitzer Heilstätten. Im Jahr 1945 wurde das Krankenhaus von der Roten Armee als Militärhospital übernommen – kurz nach der Wende zogen sie ab und die Gebäude fielen mehr und mehr in sich zusammen.

Berlin ist mehr als nur geschichtsträchtig. Wer durch die alten Straßenzüge läuft, kann an vielen Ecken zahlreiche Relikte vergangener Zeiten sehen oder sie direkt in den Museen der Stadt bewundern.

Doch eines haben all die Plätze gemeinsam: sie sind maßlos überlaufen. Charme oder Atmosphäre sind da meist Fehlanzeige. Nicht so aber bei Lost Places. Und davon gibt es in Berlin so einige.

Lost Place liegt im Verborgenen

Einer ist zum Beispiel direkt im Rathaus Pankow. Viele Anwohner dürften sich jetzt wahrscheinlich zu Recht wundern, denn so lost ist dieser Place wirklich nicht. Schließlich befindet sich darin ein Bürgeramt, das täglich hunderte Anträge bearbeitet. Doch zahlreiche Menschen laufen dort täglich an einen Ort vorbei, der schon seit Jahrzehnten leer steht und verborgene Geschichten bereithält.

Denn im Ostflügel des alten Gemäuers befindet sich im Keller hinter einer schweren Eisentür eine alte Gaststätte.

Ehemaliges Restaurant der Spitzenklasse

Errichtet wurde das Rathaus Pankow zwischen 1901 und 1902. Fünf Jahre später folgte dann die feierliche Eröffnung des Luxusrestaurants, das heute wahrscheinlich mit dem Borchardt vergleichbar wäre.

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Laut Informationen der „Berliner Morgenpost“ kostete ein Menü 18,50 Mark. „Davon hätte zur damaligen Zeit eine vierköpfige Familie etwa eine Woche leben können“, heißt es in dem Bericht.

Geschichte zum Anfassen

Lange Zeit wurde der Restaurantbetrieb aufrechterhalten. Doch im Jahr 2000 war dann Schluss. Der Wirt hatte Mietschulden im sechsstelligen Bereich. Seither stehen die alten Hallen leer. Lost Places-Enthusiasten könnten hier also auf ihre Kosten kommen. Denn wenn diese Wände sprechen könnten…


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Doch Führungen sind zumindest aktuell nicht geplant. Bei diesem ehrwürdigen Ort sollte sich das zuständige Bezirksamt das aber vielleicht nochmal überlegen. Besucher gäbe es sicherlich genug!