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KaDeWe ist insolvent – besteht dennoch Hoffnung?

Viele sind wegen der Insolvenz um das KaDeWe besorgt. Doch diese Befürchtungen sind offenbar unbegründet…

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Berlin: Das ist Deutschlands Hauptstadt

Berlin ist nicht nur Deutschlands Hauptstadt, sondern auch die größte Stadt der Bundesrepublik. Im Jahr 2022 wohnten 3,75 Millionen Menschen hier. Die Tendenz ist steigend. Zudem kamen im gleichen Jahr rund 10 Millionen Gäste für insgesamt 26,5 Millionen Übernachtungen in die Hauptstadt.

Das KaDeWe ist wohl eines der bekanntesten Kaufhäuser Deutschlands. Es steht für puren Luxus, doch seit dem Wochenende ist es vor allem wegen seiner Insolvenz in aller Munde.

Die KaDeWe Group stellte bereits einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Berlin Charlottenburg, wie am Montag (29. Januar) mitgeteilt wurde. Nicht nur Shopping-Fans sind erschüttert, sondern auch die Mitarbeiter des Luxus-Kaufhauses. Eine Aussage von Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) macht jetzt aber Hoffnung.

KaDeWe bekommt Unterstützung von IHM

Insolvenz – bei dem Begriff denken vielen Menschen erstmal an das Ende eines Unternehmens. In vielen Fällen ist das auch so, aber beim KaDeWe offenbar zum Glück nicht. Sogar der Senat setzt alles daran, das Kaufhaus zu erhalten und will seinen Beitrag dazu leisten, wie Franziska Giffey (SPD) nach einer Sitzung des Senats am Dienstag (30. Januar) erklärte.

Wie das konkret aussehen soll? „Zunächst einmal geht es darum, dass wir ansprechbar sind für alle Beteiligten und dass wir eine klare Haltung haben als Landesregierung, dass wir die Warenhausstandorte als zukunftsfähige Orte einschätzen“, so die Politikerin.

Insolvenz trotz sehr guter Umsätze

Giffey lobte außerdem die Geschäftstätigkeit der KaDeWe-Gruppe als sehr gut und betonte, dass das letzte Geschäftsjahr sehr erfolgreich gewesen sei. Die Umsätze hätten gezeigt, dass das KaDeWe absolut eine Zukunft habe, sagte die Wirtschaftssenatorin. Das Problem seien aber „stark gestiegene Mieten, die eine große Belastung für das Unternehmen darstellen.“

Die Miete sei im Vergleich zu 2019 um über 37 Prozent gestiegen. Diese sei angesichts der Verkaufsfläche von mehr als 60.000 Quadratmetern eine unglaubliche Belastung gewesen, erklärte Giffey.


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Die Insolvenz ist jetzt ein Schritt, um sich auch von der hohen Mieten zu befreien. Laut Geschäftsführung würden diese nämlich „ein nachhaltiges, ertragreiches Wirtschaften nahezu unmöglich“ machen.

Neben dem KaDeWe in Berlin sind auch der Oberpollinger in München und das Alsterhaus in Hamburg von der Insolvenz betroffen. Alle drei Geschäfte sollen aber erstmal weiterhin geöffnet bleiben. (mit dpa)