Hertha BSC hat so einige Kader-Umbrüche hinter sich. Zahlreiche Spieler kamen und gingen. Der sportliche Erfolg blieb aus. Heute trauern viele Fans einigen Spielern durchaus hinterher.
Das betrifft vor allem Jugendspieler, die sich in einer Zeit, in der die Windhorst-Millionen locker saßen, nicht durchsetzen konnten und nun in anderen Klubs spielen – auf einem höheren Niveau, als Hertha derzeit. Einer von ihnen befindet sich seit Monaten auf der Überholspur.
Hertha BSC: Ex-Juwel trumpft auf
Für den gebürtigen Berliner Anton Kade könnte es fußballerisch derzeit nicht besser laufen. Seit fast zwei Jahren ist der Außenbahnspieler beim FC Basel an der Seite von Xherdan Shaqiri gesetzt und aktuell auf einem guten Wege seinen ersten Meistertitel zu holen.
In Berlin dürften einige Fans mit Wehmut in die Schweiz schauen, auch weil Kade der Hertha BSC schon früh den Rücken kehrte. Mit 18 Jahren verließ der Offensivspieler seine Heimat und wagte den Schritt ins Ausland. Heute weiß der mittlerweile 21-Jährige, dass sich der Schritt gelohnt hat. Kade hat sich festgespielt und er macht sich nicht ganz ohne Grund Hoffnungen auf eine Teilnahme an der U21-EM. Sein Marktwert beträgt laut Schätzung von „Transfermarkt.de“ aktuell bei rund fünf Millionen Euro.
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Für Herthas erste Mannschaft stand Kade in der Saison 2021/22 nur viermal auf dem Platz. Insgesamt kamen ganze 73 Minuten zusammen, ehe er sich im Sommer für einen Wechsel entschied. 750.000 Euro bekam Hertha BSC aus Basel überwiesen. Aus damaliger Sicht angesichts eines auslaufenden Vertrages sicher angemessen – und doch schwingt Wehmut mit.
Hertha wollte Kade nicht abgeben
Denn auch im Sommer 2022 wollte Hertha BSC Kade nicht abgeben. Der entschied sich letztendlich aber doch für einen Wechsel. Im Interview mit „Transfermarkt.de“ erklärt er nun auch warum. Kade habe viel spielen wollen, dass sei aber zu einer Zeit, in der mit Spielern wie Matheus Cunha und Matteo Guendouzi echte Top-Stars bei Hertha im Kader gestanden hatten. So habe er sich entschieden, das „sehr wertschätzende Angebot“ von Hertha ausgeschlagen. Die Spielzeit, die Basel ihm in Aussicht stellte, seien ihm wichtiger gewesen.
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Heute würde Anton Kade in der aktuellen Form sicher einen Stammplatz bei Hertha haben. Seine persönlichen Aussichten in Basel sind da aber deutlich attraktiver. Neben dem Meistertitel winkt hier auch das internationale Geschäft. Ob sich die Wege von Hertha und Kade noch einmal kreuzen, steht derzeit in den Sternen.