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Berlin: Zwei Gefangene aus der JVA Tegel weiterhin auf der Flucht

Zwei Männer sind an Heiligabend aus der Sicherheitsverwahrung der JVA Berlin-Tegel ausgebrochen. Noch immer sind die Gefangenen flüchtig.

© imago/Rolf Kremming

Sicherheit für Berlin: Polizei, Feuerwehr und Co.

Sie sollen in Berlin für Sicherheit sorgen: Polizei, Feuerwehr und Co. Bei der Berliner Polizei sind derzeit über 27.000 Bedienstete beschäftigt. Jeden Tag gehen über den Notruf 110 in der Einsatzleitzentrale 3.700 Anrufe ein. Das sind 1,34 Millionen Anrufe im Jahr.

Kaum waren die ersten Stunden des Heiligen Abends dieses Jahres angebrochen, schon geschah in Berlin-Reinickendorf ein Ereignis, dass für alle Beteiligten alles andere als besinnlich gewesen sein dürfte.

Die Justizvollzuganstalt Tegel ist ein Gefängnis in Berlin, zu dem auch eine Sicherheitsverwahrung gehört. Hier werden für gewöhnlich psychisch kranke und besonders gefährliche Straftäter untergebracht. Und aus eben dieser Sicherheitsverwahrung sind in der Nacht vom 23. auf den 24. Dezember zwei Insassen ausgebrochen!

Berlin: Mit Messern bewaffnet und auf der Flucht

Gegen 3 Uhr flüchteten zwei Insassen der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik, der Sicherheitsverwahrung der JVA Tegel in Berlin-Reinickendorf Ortsteil Wittenau. Zuvor hatten sie sich mit Messern bewaffnet. Auf ihrem Weg in die Freiheit verletzten die Flüchtigen zwei Mitarbeiterinnen.

Wie die Berliner Polizei mitteilte soll ein 34-jähriger Insasse des Maßregelvollzugs im Olbendorfer Weg eine 45-jährige Krankenschwester unter einem Vorwand zu sich gerufen haben. Dann habe er mit einer Pfanne zugeschlagen. Ihre 53 Jahre alte Kollegin eilte der Frau zur Hilfe und wurde dabei von dem Angreifer mit einem Messer in den Hals gestochen. Die Klinik-Mitarbeiterin kam zu Behandlung in ein Krankenhaus. Ihre Kollegin konnte ambulant versorgt werden.


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Eine Einsatzhundertschaft der Berliner Polizei durchsuchte noch in der Nacht das Gelände des Krankenhauses. Die Suche nach den zwei Flüchtigen blieb bislang erfolgslos. Die beiden Männer gelten aufgrund ihrer psychischen Erkrankungen als besonders gefährlich.

Auch am zweiten Weihnachtsfeiertag (26. Dezember) sind die Gefangenen noch immer nicht gefasst. Wie eine Sprecherin der Berliner Polizei dem „RBB“ sagte, gebe es keine neuen Erkenntnisse zu den beiden Männern.