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Berlin Fashion Week: Greenpeace sorgt für Entsetzen vor Brandenburger Tor

Die Umweltorganisation Greenpeace hat zum Auftakt der Berlin Fashion Week gegen die Modeindustrie protestiert – mit dieser krassen Aktion.

© IMAGO / Sven Simon

Berlin: Das ist Deutschlands Hauptstadt

Berlin ist nicht nur Deutschlands Hauptstadt, sondern auch die größte Stadt der Bundesrepublik. Im Jahr 2022 wohnten 3,75 Millionen Menschen hier. Die Tendenz ist steigend. Zudem kamen im gleichen Jahr rund 10 Millionen Gäste für insgesamt 26,5 Millionen Übernachtungen in die Hauptstadt.

Die Berlin Fashion Week ist das wahrscheinlich wichtigste Mode-Event Deutschlands. Jahr für Jahr präsentieren hier die bekanntesten Designer und die kreativsten Neulinge die Trends für die kommenden Monate. Die schnelllebigen Modeindustrie scheint aber nicht allen zu gefallen.

Seit über 50 Jahren setzt sich Greenpeace weltweit für Umweltschutz und Frieden ein. Millionen Menschen unterstützen sie bei ihrem Kampf. In Berlin sorgt die Organisation immer wieder für medienwirksame Protestaktionen. Nun haben sich die Umweltschützer zum Auftakt der Fashion Week eine richtig heftige Aktion ausgedacht.

Greenpeace protestiert gegen die Berlin Fashion Week

Pünktlich zum Start der Fashion Week in Berlin haben die Aktivisten von Greenpeace gegen die Wegwerfgesellschaft und die schnelllebige Modeindustrie protestiert. Vor dem Brandenburger Tor luden sie am Montag (5. Februar) 4,6 Tonnen Textilmüll aus Ghana (in Afrika) ab.

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Mit dem dreieinhalb Meter hohen und zwölf Meter breiten Klamottenberg will Greenpeace darauf aufmerksam machen, dass Mikroplastikfasern in den industriell gefertigten Anziehsachen ein massives Problem für Menschen, Tier und die Natur sind.

„Dieser Plastik-Textilmüll wird nie verrotten“

Greenpeace-Campaignerin Viola Wohlgemuth äußerte sich gegenüber der „Berliner Morgenpost“ besorgt: „Dieser Plastik-Textilmüll wird nie verrotten“, so Wohlgemuth. Laut Greenpeace bestünden 96 Prozent der Materialien zum Teil aus Kunststoffen.

In Ghana würden die unverkäuflichen Waren dann angeblich verbrannt oder auf einer Deponie landen. Die Mikroplastikfasern würden auf diesem Wege in die Umwelt gelangen und somit letztendlich auch in der menschlichen Nahrung. Außerdem würden Textilballen in zunehmendem Maße Flüsse und Abflüsse verstopfen.


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Mit dem Protest am Brandenburger Tor wollte Greenpeace vor allem ein Appell an die Bekleidungsindustrie senden. Darüber hinaus fordert die Umweltorganisation aber auch neue Gesetze von der Politik, um die verheerenden Auswirkungen der Mikroplastikfasern einzudämmen.