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Letzte Generation mit neuer Forderung an den Kanzler: Ausgerechnet SIE sollen unterschreiben

Die Letzte Generation plant neue Blockaden in Berlin. Jetzt wollen eine Gruppe von Beamten für ihre Bewegung anwerben.

Letzte Generation
u00a9 IMAGO/A. Friedrichs

Berlin: Das ist Deutschlands Hauptstadt

Berlin ist nicht nur Deutschlands Hauptstadt, sondern auch die größte Stadt der Bundesrepublik. Im Jahr 2022 wohnten 3,75 Millionen Menschen hier. Die Tendenz ist steigend. Zudem kamen im gleichen Jahr rund 10 Millionen Gäste für insgesamt 26,5 Millionen Übernachtungen in die Hauptstadt.

Die Klimaaktivisten der Letzten Generation haben einen offenen Brief an den Bundeskanzler Olaf Scholz geschrieben, in dem sie ihn auffordern, die Klimakrise ernst zu nehmen und entsprechend zu handeln.

Der Brief soll am 20. September an den Regierungschef übergeben werden. Das Besondere daran ist, dass eine bestimmte Gruppe von Beamten sich jetzt der Klima-Bewegung anschließen und den Brief unterschreiben soll.

Letzte Generation: Rekrutierungsversuche

Die Letzte Generation ist in den letzten Jahren für ihre radikalen Protestaktionen bekannt geworden, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen. Die Gruppe hat für bereits für September weitere Proteste in Berlin angekündigt. Dort wollen sie den Autoverkehr auf unbestimmte Zeit lahmlegen, indem sie sich auf die Straße kleben.

Nun sucht die Letzte Generation Unterstützung von Polizisten für ihren Brief an den Kanzler. In einer E-Mail an alle Polizeibehörden rufen sie Beamte dazu auf, den Brief zu unterschreiben. Sie argumentieren, dass die Polizei besonders von den Folgen des Klimawandels betroffen sei, denn sie bekäme soziale Unruhen auf den Straßen am ehesten zu spüren, wenn es neue Flüchtlingskrisen und Nahrungsmittelknappheit gebe.

Das sind die Reaktionen auf den Aufruf

Die Letzte Generation sagt, dass die Namen der Unterzeichner nicht veröffentlicht werden. Sie wollen zeigen, dass es auch in der Polizei Menschen gibt, die sich um das Klima sorgen. Die Gruppe hat nach eigenen Angaben bereits Kontakte zu etwa 100 Polizisten bundesweit. Sie hat auch schon Veranstaltungen an Polizeischulen organisiert, um Beamte für ihre Organisation zu rekrutieren.


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Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sieht die Initiative der Letzten Generation kritisch. Sie rät den Polizisten, sich nicht von den Aktivisten blenden zu lassen und sich von der Gruppe zu distanzieren. Die GdP hält die letzte Generation für eine kriminelle Vereinigung, die versucht, die Polizei für ihre Zwecke zu nutzen. Die GdP betont, dass die Polizei neutral und unabhängig bleiben müsse und nicht politisch vereinnahmen lassen dürfe.