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Berlin setzt auf Self-Storage – doch das ist nicht erlaubt: „Polizei steht vor der Tür“

Immer mehr Anwohner in Berlin greifen auf Self-Storage zurück. Doch Vorsicht – bei gewissen Gegenständen kann es mächtig Ärger geben.

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Berlin: Das ist Deutschlands Hauptstadt

Berlin ist nicht nur Deutschlands Hauptstadt, sondern auch die größte Stadt der Bundesrepublik. Im Jahr 2022 wohnten 3,75 Millionen Menschen hier. Die Tendenz ist steigend. Zudem kamen im gleichen Jahr rund 10 Millionen Gäste für insgesamt 26,5 Millionen Übernachtungen in die Hauptstadt.

Eine geeignete Wohnung in Berlin zu finden, kann einige Nerven kosten. So müssen gegebenenfalls auch Abstriche gemacht werden, weil nicht genügend Stauraum verfügbar ist. Doch die Anwohner der Hauptstadt wissen sich zu helfen: Die Nachfrage auf dem Self-Storage-Markt boomt.

In den freistehenden Räumen kann sämtlicher Hausrat bequem eingelagert werden. Doch darf wirklich alles dort abgestellt werden? BERLIN LIVE hat bei einem Experten nachgehakt, ab wann es problematisch werden könnte.

Berlin: Immer mehr Anwohner greifen auf Self-Storage zurück

Michel Galka ist Head of Marketing bei der Lagerbox – einem der ersten Unternehmen im Bereich Self-Storage. Inzwischen ist die Firma mit 32 Standorten im ganzen Land vertreten, darunter allein fünfmal in Berlin. Den angemieteten Stauraum nutzen die Kunden meist für die gleichen Dinge: „Möbelhausrat, also wirklich alles, was man in seiner Wohnung findet. Zum Beispiel Tische, Kommoden, eine Couch, Waschmaschine, Kühlschrank oder auch Sommer-Winter-Kleidung.“

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Michel Galka, Head of Marketing der Lagerbox Holding GmbH. Credit: Privat

Klingt vorerst plausibel. Im Vertrag sind allerdings auch ein paar Gegenstände klar verboten – zum Beispiel Menschen, Tiere, leicht verderbliche Lebensmittel, Drogen und Waffen. „Das wollen wir bei uns natürlich nicht haben“, stellte Galka gegenüber BERLIN LIVE klar. Doch ob sich jeder an diese Vereinbarung hält? „Es wird nicht überprüft, was die Kunden tatsächlich einlagern“, erläuterte der Experte.

Diebesgut im Self-Storage gebunkert?

Letztendlich haben nur die Kunden selbst durch Code und Vorhängeschloss Zutritt zu ihrer Lagerbox. „Es gibt aber auch mal Tage, an denen die Polizei vor der Tür steht. Dann hat jemand möglicherweise ein Verbrechen begangen und es könnten Beweismittel in der Lagerbox sein“, erklärte Galka. Doch selbst in solchen Fällen öffnen er und sein Team die gemietete Box nicht selbst, sondern überlassen dieses Vorhaben den Ermittlern – selbstverständlich nach den vorab eingeleiteten Schritten wie dem Kontaktieren des Mieters.

Auf die Nachfrage, ob die Beamten dann hin und wieder auch Diebesgut in den verdächtigen Lagerboxen finden, antwortete Galka: „Ganz ganz selten.“ Das könnte möglicherweise an einem anderen Fakt liegen: „Unsere komplette Anlage ist videoüberwacht. Im Endeffekt wäre es für die Polizei wie ein Sechser im Lotto.“

Großteil der Kundschaft hält sich an die Regeln

Von Kunden mit kriminellen Hintergedanken ist also zum Glück kaum die Rede. Falls doch, wird der Vertrag umgehend beendet. Wer sich an die Abmachungen hält, muss jedoch keinen Ärger befürchten.


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Manchmal nehme Galka in den Gängen vorbei an den Lagerboxen allerdings vereinzelt unangenehme Gerüche wahr – Fälle von vergammelten Lebensmitteln oder Ähnlichem habe es aber bisher noch nie gegeben. Zudem sei an den neuen Standorten auch ein gutes Belüftungssystem eingebaut. Einer praktischen und vor allem sicheren Einlagerung steht also nichts mehr im Wege.