Die Miete in Berlin wird immer teurer. Ein Grund: zu wenig bezahlbarer Wohnraum. Die Zahl der Kurzzeitvermietungen steigt dagegen immer mehr. Den Zweitwohnsitz als Airbnb zu vermieten, ist für Eigentümer ein lukratives Geschäft.
An die strengen Regeln, die eigentlich für die Vermietung gelten, halten sich viele nicht. Die Stadt Dublin geht dagegen jetzt vor und setzt ein starkes Zeichen gegen das Geschäft von Airbnb und Co. Zeiht Berlin bald nach?
Miete in Berlin: Dublin greift hart durch
Fast jeder, der schon einmal in einem Airbnb oder einer Ferienwohnung übernachtet hat, wird mit einer Schlüsselbox in Berührung gekommen sein. Statt den Schlüssel überreicht zu bekommen, können Feriengäste, mithilfe des Mini-Safes mit Zahlenkombination, ganz einfach selbst in die Wohnung gelangen. Ganz ohne Vermieterkontakt.
+++ S-Bahnhof Warschauer Straße: Passagiere können es nicht glauben – das Warten hat ein Ende +++
Mittlerweile sind die kleinen Kästen zu einem unliebsamen Symbol des Massentourismus geworden. Die irische Hauptstadt Dublin macht damit jetzt Schluss. In seiner Sitzung am Montag (17. März) hat der Stadtrat das Verbot der Schlüsselkästen beschlossen, berichtet der Tagesspiegel. Bis zum 14. April müssen die unliebsamen Boxen aus dem öffentlichen Raum verschwunden sein.
Verbot auch in Berlin?
Auch in Berlin nutzen Airbnb-Vermieter die kleinen Safes zur Schlüsselübergabe. Folgt die Hauptstadt Dublin bald mit einem Verbot? Eher nicht, lautet die ernüchternde Antwort. „Wir sehen im Moment keine Rechtsgrundlage, auf der dies geschehen sollte“, erklärte eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen gegenüber dem „Tagesspiegel“. Auch ob die Regelung in Dublin überhaupt durchsetzbar sein wird, bleibt abzuwarten.
Mehr Nachrichten aus Berlin:
Dabei ist Dublin ist nicht die erste Stadt, die ein Verbot einleiten will. In Florenz sind die Kästen schon seit Mitte Februar verboten. Und auch Paris hat Schlüsselkästen jüngst den Kampf angesagt und eine Strafe von 1.500 Euro bei Verstoß auferlegt.