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Neukölln: Erneuter Vandalismus am Hermannplatz – wird das jetzt zum Dauerzustand?

Am Sonntag (21. Januar) ist es zu einem Vorfall am Hermannplatz in Neukölln gekommen und das zum wiederholten Male. Die Polizei ist ratlos.

© IMAGO/A. Friedrichs

Krawalle bei pro-palästinensischen Protesten in Berlin

Im Berliner Stadtteil Neukölln ist es in der Nacht erneut zu gewaltsamen Auseinandersetzungen bei pro-palästinensischen Protesten gekommen. Mehrere Polizisten wurden verletzt.

Auf der Sonnenallee in Neukölln leben bekanntlich sehr viele muslimische Menschen eng bei einander. Es wird nicht nur Arabisch gesprochen, sondern die Namen vieler Läden sind meist nur in arabischen Schriftzeichen zu lesen. Dass hier der Krieg in Israel und Gaza, besonders aber das Leid des palästinensischen Volkes im Nahen Osten großen Anklang findet, ist verständlich.

Seit dem Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober hat sich auch in Berlin – besonders aber Neukölln – die Stimmung verändert. Immer wieder kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen bei pro-palästinensischen Demonstrationen. Israel-feindliche Parolen wurden auf diesen Protestmärschen gerufen und an Hauswände geschmiert. Und es hört nicht auf!

Neukölln: Sachbeschädigung an zentraler Statue

Zwar ist die Hochphase dieser Proteste abgeebbt, doch es kommt weiterhin zu kleineren oder größeren Vorkommnissen in Neukölln, die in Verbindung mit dem Krieg im Nahen Osten stehen. So auch am Sonntag, dem 21. Januar.

Zum wiederholten Male hat man den Sockel der Statue „Tanzendes Paar“ mitten auf dem Hermannplatz in den Farben Palästinas bemalt. Wann genau man zum mindestens dritten Male diese Bemalung angebrachte, ist der Polizei nicht bekannt. Auch weiß man nicht, wer der oder die Täter waren.


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Die Berliner Polizei sucht darum auf X (ehemals Twitter) weiterhin nach Zeugen, die dazu Angaben machen können. In der Vergangenheit hatte man die Palästina-Fahne einfach mit weißer Farbe übermalt. Das dürfte auch jetzt wieder der Fall gewesen sein.