Seit Donnerstagmorgen um drei Uhr wird die BVG bestreikt. Anders als beim letzten Streik, am 8. Februar, dauert dieser doppelt so lange. Für 48 Stunden stehen U-Bahnen, Trams und fast alle Busse in Berlin still.
Für viele Fahrgäste heißt das: viel Zeit und Geduld mitbringen. Teilweise mehr als doppelt so lange dauert der Arbeitsweg für einige Fahrgäste. Grund genug, sich zu ärgern, doch von Wut über die Berliner Verkehrsbetriebe fehlt offenbar jede Spur.
BVG-Fahrgäste über Streik – „superschöner Start in den Tag“
Ob auf dem Weg zur Arbeit oder durch die Stadt, viele Berliner sind täglich auf die Verkehrsmittel der BVG angewiesen. Doch wer diesen Donnerstag und Freitag in Berlin unterwegs ist, muss auf andere Öffis umsteigen, denn die Berliner Verkehrsbetriebe werden bestreikt. „Ich musste gerade 1,5 Stunden pendeln, während es normalerweise 33 Minuten dauert“, teilt ein Berliner seine Erfahrung mit der Reddit-Community und fragt: „Wie geht es allen anderen?“
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„Ich wohne etwas außerhalb des Rings. Habe einen 30-minütigen Spaziergang zur S-Bahn gemacht, durch den verschneiten Park – superschöner Start in den Tag“, erklärt eine Userin und drückt ihre Solidarität mit den Streikenden und Gewerkschaftlern aus. Auch unter den anderen Kommentierenden ist die Stimmung gut. Von Ärger über den Streik keine Spur. „Ich musste 40 Minuten bis zur nächsten S-Bahn-Station laufen. Es nervt, aber mehr nicht. U-Bahn-, Tram- und Busfahrer haben es schwer. Sie sollten zumindest einen fairen Lohn bekommen“, erklärt ein Fahrgast.
„Die Beschäftigten sind unverzichtbar“
Andere haben es noch schlauer gemacht. „Ich habe mir einfach zwei Tage freigenommen“, schreibt ein User. Eine Schülerin erklärt: „Wir haben heute Homeschooling.“ Ein Nutzer fasst den allgemeinen Tenor gut zusammen als er schreibt: „Hoffen wir, dass die BVG die Forderungen der Gewerkschaft erfüllt! Die Beschäftigten sind unverzichtbar und das sollte sich auch in der Bezahlung widerspiegeln.“
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Noch bis Sonntagmorgen um drei Uhr bestreikt die Gewerkschaft Verdi die BVG. Neben 750 Euro monatlich mehr Lohn für die Beschäftigten fordern sie auch höhere Zulagen und Weihnachtsgeld. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 26. Februar angesetzt. Am 21. März und am 10. April folgen noch zwei weitere.