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S-Bahn Berlin: Neues Angebot gegen den Streik – verhindert die Bahn so neue Zugausfälle?

Die GDL hat der Deutschen Bahn mit neuen Streiks gedroht. Auch die S-Bahn Berlin ist dadurch betroffen. Ein Angebot soll das verhindern.

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S-Bahn Berlin: Die Lebensadern der Hauptstadt

Ohne sie geht gar nichts: das ist die S-Bahn Berlin und darum ist sie so wichtig.

Am 31. Oktober 2023 sind die Tarifverträge der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ausgelaufen. Deswegen wird seit dem 9. November mit der Deutschen Bahn (DB) neu verhandelt. Die GDL fordert unter anderem 555 Euro mehr Gehalt pro Monat sowie eine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich.

Um Druck auf das Unternehmen auszuüben, hat die GDL in jüngerer Vergangenheit immer wieder mehrtägige Streiks im Bahnverkehr angekündigt. Dadurch war auch die S-Bahn Berlin betroffen. Doch die Tarifverhandlungen könnten sich bald dem Ende neigen. Denn die Deutsche Bahn hat der GDL nun ein neues Angebot gemacht.

S-Bahn Berlin: Deutsche Bahn macht neues Angebot

Die Deutsche Bahn hat der GDL ein neues Angebot vorgelegt und erhofft sich dadurch, die Gewerkschaft wieder an den Verhandlungstisch zurückzuholen. GDL-Chef Claus Weselsky hat nämlich mit weiteren Streiks gedroht, wenn die Bahn kein Angebot vorlegt, dass auch eine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich enthält.


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Diese Forderung hat die Bahn zuletzt als unerfüllbar bezeichnet. Das scheint nach weiteren Streikandrohungen nicht mehr der Fall zu sein. Die Deutsche Bahn bietet der Gewerkschaft jetzt unter anderem ein weiteres Wahlmodell zur Arbeitszeit an.

„Wir wollen eine weitere Eskalation vermeiden“

Dadurch könnten Beschäftigte ab dem 1. Januar 2026 wählen, eine Stunde weniger bei vollem Lohn zu arbeiten. Wer sich dagegen entscheidet, bekomme 2,7 Prozent mehr Geld. Laut der „Tagesschau“ könnten Beschäftigte dadurch fast 13 Prozent mehr Lohn erhalten, als das aktuell der Fall ist. „Wir wollen eine weitere Eskalation vermeiden“, betonte DB-Personalvorstand Martin Seiler.

Unterdessen kann die GDL einen weiteren Erfolg verzeichnen. Nachdem man bereits mit 17 anderen Partnern neue Tarife vereinbart hat, hat sich nun auch das Eisenbahnunternehmen Abellio mit der GDL auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt.


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Die Gewerkschaft gab bekannt, dass, anders als die Deutsche Bahn, Abellio die zentrale Forderung nach einer 35-Stunden-Woche für Schichtarbeiter erfülle. Obendrauf gebe es auch Gehaltserhöhungen. Von Abellio hieß es, dass die Reduzierung der Arbeitszeit von 38 auf 35 Stunden in mehreren Stufen bis 2028 erfolge.