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Flughafen BER: Wegen Streik am Mittwoch – wieder zahlreiche Flugausfälle

In Berlin hat sich erneut ein Streik angekündigt. Dieses Mal trifft es wieder den Flughafen BER. Alle wichtigen Informationen liest du hier!

© IMAGO/Manngold

Flughafen BER: Das ist Berlins Chaos-Airport

Die Bauphase des Flughafen Berlin Brandenburg (BER) ist mit dem Wort zäh noch sehr nett beschrieben. Schon in den 1990ern begann die Planungsphase, am 5. September 2006 erfolgte dann der erste Spatenstich in Schönefeld, im Süden Berlins.

Dieses Jahr 2024 scheint auf dem besten Wege sein, das streik-reichste Jahr in Berlin und ganz Deutschland zu werden. Zunächst streikten die Lokführer im Januar bereits zwei Mal in ganz Deutschland. In der Hauptstadt standen darum die Bahnen der S-Bahn Berlin mehrere Tage lang still.

Am 2. Februar streikte dann auch noch die BVG für mehrere Stunden in der Früh und brachte den Morgenverkehr am Freitag fast vollständig zum Erliegen. Nur einen Tag zuvor, am Donnerstag (1. Februar) hatte auch das Personal am Flughafen BER gestreikt. Und das sollte nicht das letzte Mal gewesen sein!

Flughafen BER: Verdi kündigt erneuten Streik für Mittwoch an

Mehrere zehntausend Menschen waren von dem Streik am Flughafen Berlin-Brandenburg betroffen. Abflüge gab es an diesem Tag keine und auch zahlreiche Ankünfte wurden verschoben und abgesagt! Und eben diese Szenarien dürften dem BER jetzt wieder drohen.

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Denn Verdi hat am frühen Montagmorgen (5. Februar) erneut zum Streik gerufen. Dieses Mal sollen das Bodenpersonal der deutschen Airline Lufthansa an mehreren Flughäfen Deutschlands die Arbeit niederlegen. Neben Frankfurt am Main, Düsseldorf, Hamburg und München befindet sich auch der Flughafen BER unter den Lufthansa-Standorten, die bestreikt werden.

Darum streiken rund 25.000 Beschäftigte

Gestreikt werden soll von Mittwoch (7. Februar) von 4.00 Uhr bis Donnerstag (8. Februar).  „Da alle Bodenbeschäftigten von der Wartung bis zur Passagier- und Flugzeugabfertigung zum Warnstreik aufgerufen werden, wird es voraussichtlich zu größeren Flugausfällen und Verzögerungen kommen“, schrieb Verdi am Montagmorgen in einer Mitteilung. 

Welchen Ausmaß die Flugausfälle haben, wurde am Dienstagmittag (6. Februar) bekannt. Wegen des Streiks fallen alle 23 Starts, sowie alle 23 Lufthansa-Landungen am Mittwoch aus, wie auf der Website des Flughafen BER zu lesen ist. Nach derzeitigem Stand soll es bei der Lufthansa-Tochter Eurowings zu keinen Ausfällen kommen. Auch bei den Lufthansa-Töchtern Austrian Airlines und Swiss sollen alle Flüge geplant abheben.


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Kurz vor dem Streik meldet sich auch Lufthansa zu Wort und hat einen klaren Appell an alle Fluggäste. Alle, deren Flug abgesagt wurde, sollen auf keinen Fall zum Flughafen kommen, so die Airline. Aufgrund des Streiks seien die Umbuchungsschalter nicht besetzt. Kunden können stattdessen Umbuchungen über lufthansa.com, die App oder über das Service-Center abwickeln.

Hintergrund des Warnstreiks sind die konzernweit laufenden Tarifverhandlungen für rund 25.000 Beschäftigten am Boden. Verdi will mit dem Warnstreik den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. (mit dpa)