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Wetter in Berlin: Glatteis-Chaos auch am Freitag! – Hunderte Feuerwehr-Einsätze mit Dutzenden Verletzten

In Berlin herrschte am Donnerstag und Freitag extreme Glätte. Ärzte und Feuerwehr sind im Dauereinsatz. So gefährlich ist es aktuell.

© imago stock&people

Berlin: Das ist Deutschlands Hauptstadt

Berlin ist nicht nur Deutschlands Hauptstadt, sondern auch die größte Stadt der Bundesrepublik. Im Jahr 2022 wohnten 3,75 Millionen Menschen hier. Die Tendenz ist steigend. Zudem kamen im gleichen Jahr rund 10 Millionen Gäste für insgesamt 26,5 Millionen Übernachtungen in die Hauptstadt.

Der Deutsche Wetterdienst hatte am Donnerstagnachmittag (11. Januar) gewarnt, dass es in Berlin richtig glatt werden könnte. Dieses Ausmaß dürften aber selbst die kühnsten Wetter-Experten nicht haben kommen sehen.

In Berlin wurde die Bevölkerung via Warn-App „Katwarn“ informiert: Im gesamten Stadtgebiet sei mit „markanter Glätte“ vor allem auf den Gehwegen zu rechnen. Auf vermeidbare Aktivitäten im Freien sollten die Menschen besser verzichten. Die Berliner Feuerwehr war im Dauereinsatz.

Berliner Feuerwehr wegen Glatteis komplett ausgelastet

In Berlin kam es am Donnerstagnachmittag (11. Januar) durch gefrierende Nässe zu spiegelglatten Straßen und Rad- und Gehwegen. Die Feuerwehr Berlin schrieb am Abend auf der Social-Media-Plattform „X“ (vormals Twitter), dass sie sich wegen der Straßenglätte im Ausnahmezustand befinden würde. Die Auslastung war offensichtlich enorm hoch.

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Alle verfügbaren Rettungswagen seien im Einsatz. Die Feuerwehr musste wegen Glatteis unentwegt ausrücken und bat die Berliner bei „X“ um Geduld: „Rufen Sie den Rettungsdienst nur in Notfällen! Meiden Sie die Straße!“

Feuerwehr im Ausnahmezustand – Charité-Ärzte im Dauereinsatz

Im gesamten Stadtgebiet kam es zu vielen Glätteunfällen. Gegen 15 Uhr hatte die Berliner Feuerwehr schon 50 Unfälle registriert, denen ein Sturz vorangegangen war. Um 17.37 Uhr mussten die Rettungskräfte dann den Ausnahmezustand ausrufen.

„Die Menschen müssen sich darauf einstellen, dass der Rettungsdienst durch die Straßenverhältnisse längere Anfahrtswege hat“, so Feuerwehrsprecher Rolf Erbe gegenüber der „B.Z.“. Am Ende des Tages vermeldete die Berliner Feuerwehr mehr als 300 Einsätze mit Bezug auf die Glätte.


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Auch die Ärzte in der Charité bekamen die Glätte zu spüren. Insgesamt mussten über 80 Menschen nach Stürzen versorgt worden, vor allem mit Brüchen, Verrenkungen und Sehnenrissen. Zahlreiche Not-Ops folgten. Die Chirurgen operierten die ganze Nacht im Akkord, teilweise in zwei Sälen gleichzeitig.

Glätte auch am Freitag

Auch am Freitag war keine Besserung in Sicht. Im Berliner Raum könne sich verbreitet noch Glatteis durch geringen Schneegriesel oder gefrierenden Sprühregen bilden, teilte der DWD am Morgen (12. Januar) mit. Tagsüber sollte sich die Glättesituation zunächst entspannen, doch wie die Feuerwehr am Nachmittag auf „X“ mitteilte, ist die Gefahr vor Stürzen immernoch riesig. Fußgänger, Auto- und Radfahrer sollten sich deshalb im Moment lieber drei Mal überlegen, ob sie wirklich raus müssen. (mit dpa)