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Berlinale: Uber fährt die Promis – Taxifahrer planen die Gegenaktion!

Berlins Taxifahrer planen aus Protest gegen Berlinale-Sponsor „Uber“ eine heftige Gegenaktion! Wie du daran teilnehmen kannst, erfährst du hier:

Berlinale
© IMAGO / Kirchner-Media // IMAGO // snapshot K M Krause

Berlin: Das ist Deutschlands Hauptstadt

Berlin ist nicht nur Deutschlands Hauptstadt, sondern auch die größte Stadt der Bundesrepublik. Im Jahr 2022 wohnten 3,75 Millionen Menschen hier. Die Tendenz ist steigend. Zudem kamen im gleichen Jahr rund 10 Millionen Gäste für insgesamt 26,5 Millionen Übernachtungen in die Hauptstadt.

Berlins Taxifahrer sind wütend! Obwohl sie die Menschen in der Hauptstadt Tag und Nacht durch die Gegen kutschieren, kämpfen sie in vielerlei Hinsicht um ihre Existenz. Einer der größten Konkurrenten ist das Unternehmen „Uber“, das seit Oktober 2014 in Deutschland aktiv ist.

Der Personenbeförderer Uber ist auch seit Jahren offizieller Beförderer des Filmfestivals Berlinale. Zahlreiche Promis werden von Uber durch die Hauptstadt gefahren. Beides stößt den Taxifahrern übel auf, weswegen sie nun mit ihrem eigenen Filmfestival parallel zur Berlinale um Aufmerksamkeit kämpfen.

Berlinale-Sponsor „Uber“ gegen Taxifahrer

Mit dem sogenannten „TaxiFilmFest“ wollen die Macher den „menschlichen und kulturellen Reichtum“ zeigen, der durch die tägliche Arbeit der Taxifahrer in Berlin geschaffen wird.

Gegenüber BERLIN LIVE beschreibt Klaus Meier (Gewerkschaftsvertreter der „AG Taxi“ bei „Ver.di“ ) das „TaxiFilmFest“ als ein „“Do-it-yourself“-Festival, „das weltweit dazu anregt, Taxis nicht nur als Transportmittel, sondern als Teil von Stadtkultur Lebensfreude zu erleben“.

Berlins Taxifahrer präsentieren eigenes Filmfestival in Tiergarten

Mit seinen Beiträgen und Workshops möchte das Taxi-Filmfestival einen frischen Blick auf die globale Arbeitswelt präsentieren. Das Festival kämpft dafür, dass alle Menschen gut von ihrer Arbeit leben können. Auf ihrer Internetseite schreiben die Festivalmacher: „In der ganzen Welt greifen monopolistische Plattformen diese Kultur an. Die Beteiligten des ‚TaxiFilmFest‘ wehren sich gegen materielle und künstlerische Verarmung.“

Dass Taxis in Filmen mehr als nur ein Transportmittel sind, hat Hollywood schon seit Jahren entdeckt. Drei der bekanntesten Leinwand-Taxifahrer wurden von Armin Mueller-Stahl (als Helmut in „Night on Earth“), Robert De Niro (als „Taxi Driver“ Travis Bickle) und Jamie Foxx (als Max Duroche in „Collateral“). Alle drei einte vor allem ihre prekäre Lebenslage und der tägliche Kampf ums Überleben.


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Wer das „TaxiFilmFest“ in Berlin besuchen möchte, der kann die Taxi-Fahrer während der Berlinale auf dem ehemaligen „Boulevard der Stars“ (auf der Potsdamer Straße in Mitte) besuchen. Hier geht es dieses Jahr um die Themenschwerpunkte „Dichtung und Wahrheit, Taxilegenden und Realität, in Film und Wirklichkeit“.