Veröffentlicht inAktuelles

Berlin: Könnte dieses 330.000 Euro teure Fahrzeuge bald Autos und Züge ersetzen?

Ein Firma aus Schweden stellt in Berlin ihre Elektroboote vor. Könnte man in Zukunft vielleicht in solchen Booten über die Spree fliegen?

Elektroboote auf der Spree
©

Hier gibt es die erste künstliche Welle auf einem See

In Langenfeld kann bald unabhängig vom Wind gesurft werden. Denn hier gibt es die erste künstliche Welle auf einem See.

Der Crossinsee liegt im Südosten der Hauptstadt und trennt die beiden Bundesländer Berlin und Brandenburg voneinander. Der recht kleine See ist für gewöhnlich vor allem bei den Anwohnern und Menschen, die zum Baden hierherkommen, bekannt.

Nun ist dieser See derzeit jedoch Schauplatz und Präsentationsort einer besonderen technologischen Innovation aus Schweden. Der schwedische Bootshersteller Candela zeigt in diesem See gerade seine Elektro-Boote und lässt die Frage in der Region aufkommen: Fliegen wir in Zukunft in Booten über die Spree?

Berlin: Schwedische Elektroboote fliegen über Berliner Gewässer

Die Elektroboote des schwedischen Herstellers fahren wie gewöhnlich Boote ganz normal in Gewässern, bis man einen Hebel umlegt. Dann hebt das Boot ab und scheint über das Wasser zu fliegen. In Wahrheit fahren Stelzen aus dem unteren Teil des Bootes und Tragflächen unter der Wasseroberfläche tragen das Boot nach vorne.

Zudem erreichen diese Boote erstaunliche Geschwindigkeiten: „In 20 Minuten könnten wir mit dem Tragflügelboot eigentlich in Mitte sein“, sagt Eklund Chef bei Candela in einer Reportage des „RBB“. „Mit dem Auto bräuchte man wohl um die 40 Minuten.“ Mit mehr als 50 km/h erreicht das Elektroboot auch die dazu benötigte Geschwindigkeit.

Spree: Geschwindigkeitsbegrenzungen und Zuständigkeiten

Das Problem ist: Auf der Spree dürfen maximal nur 10 Kilometer pro Stunde gefahren werden. Und das wäre nicht die einzige Hürde, die es zu nehmen gilt, sollte Berlin tatsächlich mit dem Gedanken spielen, solche Elektroboote in den öffentlichen Nahverkehr einzubauen.

„Grundsätzlich ist Berlin für Vorschläge und neue Technologien offen“, heißt es in einer Antwort der Senatsverwaltung für Mobilität und Verkehr gegenüber dem „RBB“, „es seien aber entsprechende rechtliche Grundlagen zu beachten.“ Weder der Landwehrkanal noch die Spree und ihre Gewässer liegen in der Zuständigkeit Berlins, sondern sind sogenannte Bundeswasserstraßen.


Mehr News:


Eine Elektrofähre der schwedischen Firma soll bereits 2024 in Stockholm ihren Liniendienst aufnehmen. Dass so etwas in naher Zukunft auch Berlin passieren wird, ist unwahrscheinlich. Man müsste eine Menge technisch umbauen und „zudem müssten Medienzuführung und Zuwegungen zum öffentlichen Straßen-/Wegenetz hergestellt werden“, so eine Sprecherin der Senatsverwaltung weiter. Außerdem könne man die Gewässer Stockholms nicht mit denen Berlins vergleichen.