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Görlitzer Park: Berliner Rapper disst Zaunpläne und teilt gegen SIE aus

Ein Berliner Rapper stellt sich jetzt mit einem Lied gegen die geplante Umzäunung des Görlitzer Parks in Kreuzberg.

© imago images/Schöning

Brennpunkt für Drogen und Delikte: das ist der Görlitzer Park in Berlin

Der Görlitzer Park ist eine beliebte Grünanlage im Berliner Stadtteil Kreuzberg. Neben Liegewiesen bietet der Park auch zahlreiche Sport- und Spielplätze. Der Görlitzer Park sorgt aber auch immer wieder für Negativschlagzeilen. Die Grünanlage gilt seit Jahren als Brennpunkt von Drogenkriminalität, Diebstahl, Bedrohungen und weiteren Delikten.

Der Görlitzer Park, auch Görli genannt, sorgt immer wieder für negative Schlagzeilen. Nach zahlreichen Überfällen und Vergewaltigungen hat der Berliner Senat entschieden, den Park einzuzäunen und nachts abzusperren. So will man die Kriminalität in Zukunft eindämmen.

Doch nicht alle Anwohner sind mit dieser Entscheidung einverstanden und protestieren gegen die Pläne. Beim letzten Besuch des Regieren Bürgermeisters in Kreuzberg musste sogar die Polizei eingreifen. Ein Berliner Rapper hat sich dem Protest jetzt angeschlossen und ein Lied gegen den Zaun verfasst. Das Lied ist seit Mittwoch auf Youtube verfügbar und hat bereits 1.000 Klicks sammeln können.

Görlitzer Park: Rapper bricht Streit vom Zaun

„Unsere Liebe kann nicht getrennt werden, nicht mal durch ein Zaun“, so beginnt der Song „Görli oh mein Görli“ vom, eher noch unbekannten, Berliner Rapper „Alles“. Für das Setting im Musikvideo hat sich der Künstler im schwarzen Trainingsanzug und weißem Shirt natürlich für den Görli entschieden. Dort zeigt er die schönsten Ecken des Parks, während er das Liebeslied singt.


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„Die Rede ist vom Görli, wo sich die Probleme staun, hier wird’s oft gefährlich, nicht nur für die Frauen. Dann kam die CDU, sie schickten ihren Clown und der hat entschieden, die Lösung ist ein Zaun.“ Eine heftige Zusammenfassung der aktuellen Situation in Kreuzberg.

„Ich will in den Görli rein, dieser Zaun, er darf nicht sein“

Der Rapper führt weiter aus, dass es die Dealer im Görlitzer Park nur gebe, weil sie keine Arbeitserlaubnis haben würden. Ein Zaun würde das Problem auf die Wohngegenden verlegen.

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„Ich will in den Görli rein, dieser Zaun, er darf nicht sein. Nicht am Tag, doch in der Nacht wird der Görli zugemacht“, singt der Rapper dann im Refrain zu einer Melodie, die sich sehr nach „Irgendwie Irgendwo Irgendwann“ von Nena anhört.


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Nicht nur der Rapper ist gegen den 1,9 Millionen Euro teuren Zaun, sondern auch der von den Grünen geführte Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hält nichts vom Zaun und blockiert das Vorhaben.