Die BVG betreibt in Berlin ein weitverzweigtes Streckennetz. Das Unternehmen greift dabei auf einen breiten Fuhrpark zurück. Mit Bussen, U-Bahnen Trams und sogar Fähren kommen die Menschen so von A nach B. Am heutigen Donnerstag begann ein 48 Stunden langer Streik, der die Einwohner die Wichtigkeit dieser Verbindungen noch einmal spüren lässt.
Wenige Stunden bevor der Arbeitskampf begann und alle Bahnen stillstehen, ereignete sich im Osten Berlins ein schlimmer Unfall. Ein Mann geriet unter eine Straßenbahn. Für ihn kam jede Hilfe zu spät.
BVG: Unfall tief in der Nacht
Wie die Polizei der Nachrichtenagentur dpa bestätigte, sei der Mann nachts zu Fuß in der Hauptstadt unterwegs gewesen. Er muss dann auf der Landsberger Allee (Bezirk Lichtenberg) über die Schienen gelaufen sein und wurde von einer Straßenbahn der BVG erfasst. Den Verletzungen erlag er noch in der Nacht. Der Unfall habe sich gegen 1.40 Uhr zugetragen.
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Den Behörden zufolge seien mehrere Versuche unternommen worden, den Mann wiederzubeleben. Die Ärzte hätten dabei jedoch keinen Erfolg gehabt. Am Nachmittag teilte die Polizei mit, dass es sich bei dem Verstorbenen um einen 83-Jährigen gehandelt habe.
Nach dem Mann wurde gesucht
Laut Polizei war der Mann als vermisst gemeldet. Was hinter der Suche nach der Person steckt, blieb zunächst allerdings im Verborgenen. Ersten Erkenntnissen zufolge war der Senior kurz vor der Hausburgstraße in das Gleisbett gefallen. Dort wurde er von einer Bahn der Linie M10 angefahren. Die Polizei nahm weitere Ermittlungen zu dem Vorfall auf.
Es ist in diesem Jahr bereits der zweite tödliche Tram-Unfall im Bezirk Lichtenberg. Am 9. Januar war eine 86-jährige Frau in Alt-Hohenschönhausen von einer Straßenbahn erfasst worden und ihren schweren Verletzungen erlegen.